Poll: Weltraumtourismus
Für welchen Betrag würdest du ins All fliegen?
Home | News | Space Shuttle: Reparatur im Orbit war erfolgreich

Space Shuttle: Reparatur im Orbit war erfolgreich

Font size: Decrease font Enlarge font

Die erste Reparatur eines Space Shuttles im Orbit war erfolgreich. Der Astronaut Steve Robinson zog die beiden herausstehenden Stücke Isoliermaterial zwischen den Hitzekacheln mit einer Hand heraus.

Man könnte lapidar meinen, Operationen gelungen und der Patient ist Tod, denn so lange es immer noch zu Beschädigungen der Raumfähre beim Start durch Isoliermaterial des Treibstofftanks oder Beschädigungen des Hitzeschildes durch die auftretenden Kräfte beim Start kommt, werden die US Raumfähren wie angekündigt am Boden bleiben.

Auch wenn es bei jedem der 104 Flüge eines Space Shuttle zu leichten Beschädigungen kam und erst jetzt durch die Verbesserungen nach der letzten Katastrophe die NASA eine Vielzahl an Informationen bekommt, die sie vorher nicht hatte, da zahlreiche zusätzliche Kameras an der Raumfähre und am Startkomplex installiert wurden und man jetzt schon während der Mission sieht, was man ansonsten erst bei der Wartung eines Space Shuttles festgestellt hat.

Zwar waren nicht alle Experten der Meinung das die heutige Reparatur notwendig war, doch nach dem Unglück der Raumfähre Columbia von Februar 2003 kann man es der NASA nicht wirklich verübeln, das sie kein Risiko eingehen will. Zumal schon kleine Beschädigungen des Hitzeschildes bei den enormen Temperaturen (über 1700°C) beim Wiedereintritt zur Katastrophe führen könnten und das aerodynamische Design des Space Shuttles auch von einem relativ kleinen Stück beeinträchtigt werden kann, weshalb es an der besagten Stelle zu einer ungleichmäßigen Hitzeverteilung kommen könnte.

Das die Reparatur so leicht von der Hand gehen würde, ist ein glücklicher Umstand, denn so kam noch nicht einmal die selbst gebastelte Säge der Discovery Crew zum Einsatz. Das es aber immer noch zu solchen Beschädigungen kommt, nachdem 1 ½ Jahre zahlreiche Verbesserungen durchgeführt wurden, deren Kosten auf etwa $ 1,5 Milliarden geschätzt werden, lässt die NASA in einem schlechten Licht erscheinen, zumal die Ursache für das Abplatzen von Schaumstoffteilen bekannt ist. So haben die flüssigen Treibstoffkomponenten eine unterschiedliche Temperatur, weshalb die metallische Hülle des externen Treibstofftanks unsymmetrisch belastet wird und deshalb Teile der äußeren Schaumstoffverkleidung gefrieren und beim Start abplatzen können. Hier würde nur eine Neukonzeption des externen Treibstofftanks sichere Abhilfe schaffen, doch dafür fehlt eigentlich die Zeit, da das Space Shuttle nur noch bis zum Jahr 2010 fliegen soll und die Internationale Raumstation sowieso schon im Zeitplan hinterherhängt.

Realistisch gesehen wird die ISS wohl nicht mehr fertig gestellt werden und ob das europäische Columbus Forschungsmodul bzw. das japanische Forschungsmodul noch von einem Space Shuttle ins All gebracht werden, darf bezweifelt werden. Weshalb die Forschungsstation nur noch bedingt für die Forschung geeignet wäre.  

Anmerkung: Vertreter der NASA teilten der Öffentlichkeit mit, das bei der Herstellung des externen Treibstofftanks es zu leichten Beschädigungen gekommen ist, die mit einer Standardprozedur behoben wurden und das dies womöglich nicht ausgereicht hat den Schaden zu beheben.

Quelle: NASA

Comments (0 posted):

Post your comment comment

Please enter the code you see in the image:

  • email Email to a friend
  • print Print version
  • Plain text Plain text
Tags
No tags for this article
Rate this article
0