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Kooperation aus NASA und ESA Satelliten enthüllt einen seltenen Neutronenstern

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Ein internationales Astronomenteam enthüllte durch die Hilfe von drei Satelliten einen seltenen Typ von Neutronensternen.

Die Entdeckungen wurden mit dem europäischen Röntgensatelliten Integral, das in diesen Tagen Jubiläum feierte, da es schon seit 1000 Tagen in einer Umlaufbahn um die Erde ist, und zwei Satelliten der NASA (Rossi X-ray Timing Explorer und Swift) gemacht und liefern neue Daten über das Leben und Sterben von Sternen in unserer Galaxis.

Der beobachtete Neutronenstern trägt die Bezeichnung IGR J16283-4838 und liegt etwa 20.000 Lichtjahre in einem anderen Spiralarm unserer Galaxie und ist auf Grund von kosmischen Staub und Gas nicht leicht zu beobachten.

„Wir sind stets auf der Suche nach neuen Quellen“ sagt Simona Soldi, einer der Wissenschaftler, die das Integral-Projekt betreuen. „Es ist aufregend etwas so Exklusives zu finden. Wie viele dieser Quellen wird es wohl da draußen noch geben?“

Bei einem Neutronenstern handelt es sich um den Kern eines Sterns, der zuvor in einer Supernova explodierte und deshalb ultrakompakt ist. So verteilt ein Neutronenstern mehr als die Masse unserer Sonne auf einen Durchmesser von etwa 20 Kilometern.

„Die Spiralarme unserer Galaxie beherbergen zahlreiche Neutronensterne, Schwarze Löcher und anderer exotischer Objekte, doch das Problem ist, das Staub eine direkte Beobachtung verhindert“ sagt Dr. Volker Beckmann vom Goddard Spaceflight Centre der NASA.

„Die richtige Kombination aus Röntgenstrahl- und Gammastrahl- Teleskopen könnte das liefern was sich dort versteckt und neue Hinweise auf die wahre Sternentstehungsrate in unserer Galaxie liefern.“

Da die Wissenschaftler mit Integral nicht als entschlüsseln konnten setzten sie noch die beiden NASA Satelliten ein. So bestätigte der vor noch nicht allzu langer Zeit gestartete Swift Satellit, dass ein Großteil des Lichtes absorbiert wird und dies deutet darauf hin, dass das Doppelsternsystem mit Gasschwaden des Begleitstern angefüllt ist.

Später verwendeten die Wissenschaftler den Rossi X-ray Timing Explorer um die sich abschwächende Quelle weiter zu beobachten. Diese Beobachtung lieferte eine bekannte Signatur des Lichts, die auf einen Neutronenstern in einem Doppelsternsystem hinwies.

IGR J16283-4838 ist der siebte so genannte “hoch absorbierte” oder versteckte Neutronenstern, der bisher identifiziert wurde. Neutronensterne, die aus kurzlebigen massiven Sternen entstehen, hängen eng mit der Sternenstehungsrate zusammen. Sie sind außerdem energiereiche „Leuchtfeuer“ in Gebieten, die ansonsten zu staubig für detaillierte Untersuchungen sind. Während mehr und mehr dieser Sterne entdeckt werden, vergrößert sich das Wissen der Forscher über die Spiralarme unserer Galaxie.

IGR J16283-4838 verriet sich durch einen leuchtturmartigen Ausbruch an oder in der Nähe seiner Oberfläche. Neutronensterne wie IGR J16283-4838 sind häufig Teil eines Doppelsternsystems mit einem normalen Stern als Begleitstern. Ab und zu stürzt Gas vom normalen Stern aufgrund der Gravitationskraft des Neutronensterns auf diesen und setzt große Energiemengen frei. Diese Ausbrüche können einige Wochen andauern, bevor das System für Monate oder Jahre in einen Ruhezustand zurückkehrt.

Quelle: ESA

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