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HD 188753 Ab: Der unmögliche Exoplanet

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Ein Astronom vom Caltech entdeckte einen extrasolaren Planeten in einem Dreifachsonnensystem und eigentlich könnte man diesen Exoplaneten gar nicht beobachten, da es ihm nach den gegenwärtigen Verständnis gar nicht geben dürfte.

Maciej Konacki entdeckte den extrasolaren Planeten der das wissenschaftliche Fundament auf diesem Gebiet erschüttert im HD 188753 System, etwa 149 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Schwan. Der Zentralstern in diesem System hat ähnliche Proportionen wie unsere Sonne und der hier entdeckte Planet ist vergleichbar mit dem Planeten Jupiter, doch um 14 % größer. Die Umlaufperiode des Planeten beträgt 80 h und die Entfernung zum Stern wird auf 8 Millionen Kilometer geschätzt.

Das Besondere an diesem Sternsystem ist jedoch die Anwesenheit von zwei weiteren Sonnen, die ebenfalls um den Zentralstern kreisen und ähnlich weit entfernt sind wie in unserem Sonnensystem die Planeten Uranus und Saturn.  

Konacki benutzte das Keck Teleskop in Hawaii um gravitationsbedingte Störungen in diesem System zu untersuchen und fand dabei den Exoplaneten.

„Der Himmel würde von diesem Planeten spektakulär aussehen, da man zeitweise drei Sonnenuntergänge beobachten könnte“ so Konacki. „Vor diesem, hatten wir keine Hinweise darauf, dass sich ein Planet in einem so komplexen System bilden könnte.“ Nach Konackis Aussage wäre die Ansicht vergleichbar mit der Szene aus Star Wars, wo Luke Skywalker den Abendhimmel auf Tantooine beobachtet.

„Dies sind gute Nachrichten für Planeten“ sagt Dr. Shri Kulkarni ebenfalls vom Caltech (California Institute of Technology).

Obwohl mehr als die Hälfte aller Sternsysteme mehr als eine Sonne enthalten, wobei die meisten Doppelsternsysteme sind, ist das Aufspüren eines Planeten in einem solch komplexen, da dicht gedrängten, Dreifachsternsystem ein Novum. Zumal nach dem gegenwärtigen Verständnis Planeten weit entfernt vom Zentralstern in einer protoplanetaren Scheibe entstehen, wo es wesentlich kälter ist als in Sonnenähe, und erst später nähr zur Sonne wandern bzw. sich von ihr entfernen.

Das Problem in diesem System ist, das sich dies hier so nicht abgespielt haben kann, da die beiden äußeren Sonnen das Entstehen eines Planeten in einem Orbit um den Zentralstern eigentlich verhindert haben müssten, da sie das Material aus der protoplanetaren Scheibe aufgebraucht haben müssten.

Der deutsche Astronom Artie Hatzes sagt: „Du dürftest ihn nicht sehen, aber du tust es.“ Nach seiner Meinung bleibt als Erklärung nur, dass sich der Exoplanet an seiner gegenwärtige Stelle auch geformt hat, auch wenn es wahrscheinlich zu warm für eisiges Material war. „Vielleicht hat die Natur einen Weg gefunden.“

Quelle: NASA

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