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Proto-Planetarische Systeme kommen häufig in der Galaxis vor

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Astronomen entdeckten mit dem Submillimeter Array (SMA) auf dem Mauna Kea in Hawaii, das viele der so genannten "proplyds" im Orion Nebel ausreichend Material besitzten, um neue Planetensysteme zu bilden.

„Das SMA ist das einzige Teleskop, das den Staub innerhalb der Orion proplyds und ihr wahres Potenzial für die Bildung neuer Planeten einschätzen kann. Dies ist kritisch in unserem Verständnis, wie Sonnensysteme sich in feindseligen Regionen des Weltalls bilden“ sagt Jonathan Williams von der University of Hawaii.

Das Überleben in chaotischen Regionen innerhalb des Orion Nebels, wo stellare Winde erstaunliche 3,6 Millionen Kilometer pro Stunde erreichen und Temperaturen mehrere tausend Grad Celsius überschreiten können zeigt, das bisherige Einschätzungen über die Hartnäckigkeit protoplanetarer Scheiben zu pessimistisch sind, wie die neuen Daten zeigen.

Aufnahmen des Hubble Weltraumteleskops aus den frühen Neunziger Jahren zeigen die Staubscheiben als unförmige Silhouetten vor dem Hintergrund des Nebels, von denen die spektakulärsten hell erleuchtet sind. Die umgebenden ionisierten Kokons glühen dabei durch ihre Nähe zu dem Sternentstehungsgebiet Trapezium. Der Trapezium Sternhaufen besteht aus mehr als 1000 junger und heißer Sterne, die gerade einmal 1 Million Jahre alt sind. Sie bildeten sich aus der ursprünglich kalten und dunklen Gaswolke, die nun durch das Licht der Sterne ionisiert wird und strahlt. Trapezium hat etwa einen Durchmesser von 4 Lichtjahren und dies entspricht in etwa dem Abstand zwischen unserer Sonne und dem nächsten Stern, Proxima Centauri.

Angeregt durch die Sonnenwinde des Trapezium bilden die Sterne mit den protoplanetarischen Scheiben die nächste Generation kleinerer Sterne im Orion Nebel. Bis jetzt war es nicht klar, ob sich dort stabile Planetensysteme bilden könnten. Mithilfe des SMA konnten Astronomen nun das Innere der Scheiben untersuchen und so etwas Licht auf den Entstehungsprozess dieser frühen Sonnensysteme werfen.

„Obwohl die Hubble Bilder spektakulär waren, zeigten sie uns nur scheibenförmige Strukturen und sagten uns nichts über die Menge des vorhandenen Materials“ so David Wilner vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics (CfA). „Da einige der Scheiben in Größe und Masse unserem eigenen Sonnensystem ähnlich sind, stärkt das die Verbindung zwischen den Orion Scheiben und unserer eigenen Herkunft.“

Da sich wahrscheinlich die Mehrzahl der sonnenähnlichen Sterne in Umgebungen wie dem Orion Nebel bilden, deuten die Ergebnisse des SMA darauf hin, dass die Entstehung von Sonnensystemen wie dem unseren ein normaler und immer noch stattfindender Vorgang in der Milchstraße ist.

„Der gleiche Zyklus von Leben und Tod, den wir hier auf der Erde haben, wiederholt sich bei den Sternen am Himmel. Das SMA liefert uns nun einen Platz in der ersten Reihe um die Wunder dieser kosmischen Ereignisse zu studieren,“ reflektiert Wilner.

Quelle: CfA

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