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Ungewöhnlicher Fleck auf Titan

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Auf Bildern der Cassini Sonde vom Saturnmond Titan haben Wissenschaftler einen hellen und verwirrenden Fleck gefunden. Dieser hat Annäherungsweise die Größe von West Virgina und befindet südöstlich der Xanadu Region.

Der mysteriöse Fleck wurde in verschiedenen Wellenlängen und von verschiedenen Instrumenten entdeckt und die 483 Kilometer Große Region könnte ein so genannter „hot spot“ sein, eine Region in der kürzlich ein Asteroid eingeschlagen ist oder die aus einer Mixtur von Wassereis und Ammoniak besteht und aus dem inneren erwärmt wird. Andere Erklärungen sprechen von Landschaftsformen die Wolken an dieser Stelle festhalten oder von ungewöhnlichen Materialien an dieser Stelle der Oberfläche.

„Auf den ersten Blick dachte ich, dass es seltsam aussieht, völlig fehl am Platz“ sagt Dr. Robert H. Brown von der University of Arizona. „Nachdem ich darüber nachgedacht habe, spekulierte ich, dass es ein hot spot sein könnte. Rückblickend war das nicht die beste Hypothese aber der Fleck ist nicht weniger interessant.“

Die Cassini Sonde flog am 31. März und am 16. April am Titan vorbei und machte dabei mit dem visual and infrared mapping spectrometer im äußersten Infrarotbereich diese Aufnahme.

Bereits zuvor im Dezember 2004 machten auch Titan Kameras eine ungewöhnliche Entdeckung an der selben Stelle. „Es scheint klar zu sein, das beide Instrumente, das selbe auf Titans Oberfläche gesehen haben“ so Dr. Alfred S. McEwen ebenfalls von der University of Arizona. „Seine deutliche Farbe und Helligkeit deutet darauf hin, dass es sich schnell geformt hat.“

Frühere helle Flecken auf Titan waren vergänglich und verschwanden innerhalb von wenigen Stunden und hatten auch unterschiedliche spektrale Eigenschaften. Doch dieser Fleck ist beständig sowohl in seiner Farbe als auch an seinem Ort. „Es ist möglich das das visual and infrared spectrometer eine Wolke sieht die topografisch von irgendetwas an der Oberfläche kontrolliert wird und dies ist eigenartig“ so Dr. Elizabeth Turtle vom Lunar and Planetary Laboratory.

„Falls dieser Fleck eine Wolke ist, dann deutet seine Langlebigkeit und Stabilität auf eine Verbindung zur Oberfläche hin“ sagt Jason Barnes. So könnten flache Berge (Cassinis Höhenradar entdeckte bisher nur Berge von maximal 100 Metern Höhe) oder ausströmende Gase, verursacht durch eine geologische Aktivität, dafür verantwortlich sein.

„Titans Oberfläche scheint hauptsächlich aus dreckigen Eis zu bestehen. Der Fleck könnte eine Region sein, die eine andere Zusammensetzung besitzt oder zumindest eine dünne Schicht von nicht eisigem Material“ so Barnes.

Während des nächsten Vorbeifluges in der Nacht vom 2. Juli werden die Wissenschaftler ein besonderes Auge auf diese Region werfen, denn wenn es in der Nacht glüht, wissen die Wissenschaftler das heiß ist.

Quelle: JPL

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