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Automatisches Teleskop spürt Infrarotlich eines Gamma Ray Burst auf

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Astronomen gelang es mit dem Peters Automated Infrared Imaging Telescope (PAIRITEL) auf dem Mt. Hopkins in Arizona einen Blitz im Infrarotlicht aufzuspüren, der einen massiven Ausbruch hochenergetischer Strahlung begleitete. Ursache dafür war der Tod eines Sterns mit der 15-fachen Masse unserer Sonne.

Die so genannten Gamma Ray Bursts gehören zu den stärksten Explosionen im Universum und man vermutet, das es sich bei ihnen um den Geburtsschrei eines Schwarzen Loches handelt.

„Dies ist das erste Mal das jemand das Infrarotlicht simultan mit einem Gamma Ray Burst gesehen hat“ sagt Cullen Blake vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics.

PAIRITEL reagierte automatisch und schnell, wenige Minuten nach dem der europäische Integral Gammastrahlen Satellit den Ausbruch entdeckte. So war es den Astronomen möglich das Infrarotlicht der Explosion aufzuspüren, während sich der Gamma Ray Burst ereignete.

„Gamma Ray Bursts werden seit 35 Jahren studiert und wir dachten das GRBs nur ein Ausbruch im Gammastrahlen- und Röntgenstrahlenbereich sind“ sagt Joshua Bloom vom UC Berkeley, der das PAIRITEL Teleskop entwickelte. „Unsere neuen Daten zeigen einen breiteren Blick darauf, was die Gamma Strahlen ebenso wie Optisches und Infrarotes Licht produziert.“

Der GRB ereignete sich bereits am 19. Dezember 2004 und wurde durch Integral entdeckt und im Sternbild Cassiopeia lokalisiert. Auch der speziell für diesen Zweck betriebe Satellit Swift der NASA entdeckt den Ausbruch und zahlreiche Wissenschaftler auf der ganzen Welt waren alarmiert. Sieben Minuten später begann dann die Beobachtungen mit dem PAIRITEL Teleskop.

Die Bilder zeigten einen neuen Lichtpunkt in der Himmelsregion, der auf älteren Bildern nicht erkennbar war, es handelte sich also um eine gewaltige Explosion. Faszinierender Weise flimmerte mit dem Ausbruch auch Infrarot Licht mit und es gab einen Zusammenhang zwischen Gammastrahlen und Infrarotlicht, da beide aus der gleichen Region in der Nähe des explodierenden Sterns kamen.  

Gamma Ray Burst entsteht, wenn ein massereicher Stern seinen letzten Kernbrennstoff aufgebraucht und er seine äußere Hülle in einer Supernova Explosion abgesprengt hat. Der Kern des Sterns kollabiert dabei zu einer Singularität, die ein Schwarzes Loch bildet und der GRB ereignet sich, wenn leuchtturmartig zwei Jets aus dem Schwarzen Loch auftreten die fast mit Lichtgeschwindigkeit durchs All sausen. Diese Jets enthalten relativistische Winde, die interagieren und kollidieren und dabei Schockwellen kreieren, die hochenergetische Gamma- und Röntgenstrahlen emittieren. Und wie die neuen Daten zeigen auch Infrarotstrahlung aussenden.

Quelle: CfA Press Release

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