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Rote Riesen: Neue Hinweise für die Suche nach Leben

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Wissenschaftler diskutieren momentan neue Grenzen im Rennen, Leben außerhalb unseres Sonnensystems zu finden. Sterbende Rote Riesen Sterne könnten Eisplaneten auftauen und so lebensfreundliche Bedingungen schaffen.

Einst gefrorene Planeten und Monde könnten so doch noch lebensfreundlich werden, wenn ihr Zentralstern in die letzte und hellste Phase seines Lebens eintritt. Frühere Theorien für extrasolares Leben haben dies nämlich nicht berücksichtigt.

Ein internationales Team von Astronomen bestimmte, das das Aufkommen von neuem Leben in der Roten Riese Phase eines Sterns möglich ist. „Unsere Ergebnisse geben Hinweise darauf, dass lebensspendende Welten außerhalb unseres Sonnensystems, Planeten um ältere Sterne mit einschließen“ sagt Dr. Bruno Lopez vom Observatoire de la Cote d'Azur, Frankreich. Lopez und seine Kollegen entdeckten mehr als 150 Rote Riesensterne die innerhalb von 100 Lichtjahren liegen und bei denen sich die Suche lohnen könnte.

Ein Schlüssel für das Leben auf der Erde ist die Lage, in der bewohnbaren Zone unserer Sonne, in der die Temperaturen flüssiges Wasser ermöglichen. Ist man nämlich zu weit von der Sonne entfernt, hat man eine tiefgefrorene Kühlbox und liegt man zu nah, verdampft das Wasser unwiederbringlich ins All.

Glücklicherweise, für uns, liegt unser Planet in dieser donutförmigen Zone, doch dies wird nicht immer so bleiben, denn auch unsere Sonne wird in etwa 4,5 Milliarden Jahren sich zu einem Roten Riesen aufblähen und alle inneren Planeten bis auf den Mars verschlucken.

So wird aus dem heutzutage gefrorenen Planeten Mars doch noch ein netter Ort, zumal der Mars große Mengen Wassereis unter seiner Oberfläche beherbergt. „Mars wird dann für ein paar Milliarden Jahre in der bewohnbaren Zone liegen und marsianischen Leben bekommt dann eine zweite Chance“ sagt Dr. William Danchi vom Goddard Space Flight Center der NASA.

Das selbe wird auch in anderen Sonnensystemen passieren. Milliarden Jahre nachdem sich die Sterne in diesen Sonnensystemen geformt haben, werden auch sie in die letzte Phase ihres Sternenlebens eintreten und sich zu einem Roten Riesen aufblähen, bevor sie wenige Milliarden Jahre später ihre äußere Hülle abstreifen und ihr restliches Dasein als Weißer Zwerg fristen.

Doch diese Zeitspanne reicht aus, um aus einem tiefgefrorenen Mond oder Planeten eine lebensfreundliche Welt zu gestalten, auf der sich Leben entwickelt könnte. Selbst auf dem Saturnmond Titan existieren alle Grundbausteine für das entstehen von Leben mit Ausnahme ausreichender Sonnenenergie. Doch dies wird sich ebenfalls ändern, wenn sich unsere Sonne zu einem Roten Riesen aufbläht und auch der Jupitermond Europa wird seinen Eispanzer verlieren und für mehrere Milliarden Jahre ein Ozeanmond.

Eine Mission die nach solchen Planeten Ausschau halten wird ist die Kepler Mission der NASA die 2007 startet und 100.000 Sterne nach Lebensspuren untersuchen wird.

Quelle: NASA

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