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Chandra: Neue Klasse Schwarzer Löcher entdeckt

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Ein neues Bild des weltraumbasierten Chandra Röntgenstrahlen Observatoriums zeigt womöglich eine neue Klasse von Schwarzen Löchern, mit der zehntausendfachen Masse unserer Sonne.

Dieses zusammengesetzte Röntgenstrahlen- (rot) und Optische Bild (blau / weiß) der 32 Millionen Lichtjahre weit entfernten Spiralgalaxie M74, zeigt eine extrem helle Röntgenstrahlenquelle (ULX) in der quadratischen Box.

Diese Quelle ist deshalb so markant, da sie 10 bis 1000-mal mehr Röntgenstrahlung aussendet als ein Neutronenstern oder ein stellares Schwarzes Loch. Beobachtungen mit dem Chandra Röntgenstrahlen Observatorium deuten darauf hin, das es sich bei ULX um ein extrem massereiches Schwarzes Loch handelt von mehr als 10.000 Sonnenmassen und das die Röntgenstrahlung durch heißes Gas entsteht, das spiralförmig in den Schlund dieses gefräßigen Monsters stürzt.   

Die Beweise für diese Theorie werden auch dadurch untermauert, dass es eine periodische Schwankung in der Helligkeit der Röntgenstrahlung alle 2 h gibt und dass dies auf Variationen des Gases hindeutet. Die Größe der umgebenden (Materie)Scheibe entspricht der Größe, die man für ein so massereiches Schwarzes Loch erwarten würde.

Womöglich handelt es sich bei diesem Monstrum um eine bisher unbekannte Klasse Schwarzer Löcher, die ein Zwischenglied darstellen, zwischen den stellaren Schwarzen Löchern, mit etwa 10 Sonnenmassen, und den supermassiven Schwarzen Löchern, die im Zentrum einer Galaxie beheimatet sind und die Masse mehrerer Milliarden Sonnen besitzen.

Bleibt die Frage wie sich dieses Schwarzes Loch gebildet haben könnte? Nach gängiger Theorie könnten sich Dutzende, wenn nicht sogar hunderte, stellarer Schwarzer Löcher in einem dichten Sterncluster bilden und gemäß dem Gesetz von der gegenseitigen Massenanziehung mit der Zeit verschmelzen. Andererseits könnte es sich aber auch um den Kern einer kleinen Begleitgalaxie handeln, die von der größeren Galaxie absorbiert wurde.

Quelle: Chandra X-Ray Observatory Center

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