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Cassini findet eine Atmosphäre auf dem Saturnmond Enceladus

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Während zwei dichten Vorbeiflügen am Saturnmond Enceladus entdeckte die Cassini Sonde überraschenderweise eine bedeutsame Atmosphäre. Wissenschaftler benutzten Cassini's magnetometer instrument für ihre Studien und entdeckten die Quelle für die Atmosphäre in Vulkanismus, Geysiren oder flüchtenden Gaspartikel von der Oberfläche oder aus dem Inneren.

Während der ersten Begegnung der Cassini Sonde mit dem Saturnmond am 17. Februar in einer Entfernung von 1167 Kilometern entdeckte das magnetometer instrument eine auffällige Signatur im Magnetfeld des Mondes. Bei einer noch dichteren Annäherung am 9. März wurde aus nur 500 Kilometern Entfernung weitere entscheidende Indizien gefunden.

Die Beobachtungen zeigten eine Krümmung des magnetischen Feldes, wo das magnetosphärische Plasma verlangsamt und verbogen wird. Außerdem wurden Schwingungen im Magnetfeld beobachtet. Ursache dafür sind elektrisch geladene Teilchen, die mit dem Magnetfeld entlang der magnetischen Feldlinien interagieren. Diese Interaktion kreiert charakteristische Schwingungen bei bestimmten Frequenzen anhand derer die Moleküle identifiziert werden können. Die Ergebnisse deuten auf ionisierten Wasserdampf hin.

„Diese neuen Resultate von Cassini sind möglichweise die ersten Beweise für Gasmoleküle die auf der Oberfläche oder dem Inneren von Enceladus entstehen“ sagt Dr. Michele Dougherty, Professor am Imperial College in London.

Als 1981 die Voyager 1 Sonde in 90.000 Kilometern Entfernung am nur 500 Kilometer großen Mond vorbeigeflogen ist, wurden keine Hinweise auf eine Atmosphäre entdeckt. Umso überraschender, dass die Cassini Sonde, die erst seit letztem Sommer in einer Umlaufbahn um Saturn ist, die zweite Atmosphäre bei einem Mond entdeckt hat. Bislang wusste man nur das Titan eine eigene Atmosphäre besitzt.

Doch die Entdeckung einer Atmosphäre bei einem „relativ“ kleinen und eisigen Mond wie Enceladus ist eine echte Überraschung, da die Wissenschaftler davon ausgingen das die Gravitationskraft des Mondes nicht ausreicht eine Atmosphäre über längere Zeit zu behalten. Nur eine große beständige Quelle kann dafür der Auslöser sein.

Deshalb vermuten die Wissenschaftler die Quelle im Vulkanismus oder Geysiren. Falls dem so ist, könnten auch der Jupitermond Io und der Neptunmond Triton über eine Atmosphäre verfügen.  

„Enceladus könnte Saturns freundliches Gegenstück zum Jupitermond Io sein“ sagt Dr. Fritz Neubauer von der Universität Köln.  

Bereits seitdem Voyager Vorbeiflug diskutierten Wissenschaftler die Möglichkeit, das Enceladus geologisch aktiv ist und eine der Ursachen dafür könnte Saturns eisiger F-Ring sein. Eine weitere Besonderheit von Enceladus, ist seine große Rückstrahlung, der er 90 % des Sonnenlichtes reflektiert.

Quelle: JPL

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