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Das verbesserte Space Shuttle

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Wenn später in diesem Jahr das Space Shuttle Discovery wieder den Flugbetrieb aufnehmen wird, geht eine zweijährige Verbesserungs- und Entwicklungsphase zu Ende, bei der tausende von Mitarbeitern der NASA geholfen haben die Space Shuttles sicherer zu machen.

Die Raumfähre Discovery soll noch in diesem Jahr vom Kennedy Space Center zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen. Dies wird der erste Flug seit der Columbiatragödie von Februar 2003 sein, bei der alle sieben Astronauten ihr Leben verloren haben.

Das Unglück der Columbia zeigte ein Problem mit der Isolierung des externen Treibstofftank der Raumfähre auf, das sich wohl niemand hätte (alb)träumen lassen, da diese Isolierung aus weichem Schaumstoff besteht. Doch beim Start der Columbia löste sich ein Stück davon und schlug gegen die linke Tragfläche des Space Shuttles, was beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zur Katastrophe führte.

Ingenieure der NASA führten nun Dutzende von Änderungen am Tankdesign durch, inklusive einem verbesserten Mechanismus, der den Treibstofftank mit der Raumfähre verbindet. Des weiteren werden weitere Kameras den Start eines Space Shuttles verfolgen um auch die kleinsten Beschädigungen aufzeichnen. Dazu wurde die Startkomplexe 39 A und 39 B mit zahlreichen kurz-, mittel- und langreichweiten Kameras ausgestattet.

Darüber hinaus wurde auch die Discovery mit einer digitalen externen Treibstofftankkamera und zusätzlich mit einem „Canadarm“ Inspektionsausleger ausgestattet. Dieser kommt im Orbit zum Einsatz und soll das Shuttle auf äußere Beschädigungen überprüfen. Gebaut wird dieser Roboterarm in Kanada, wo auch der Roboterarm der ISS gefertigt wurde.

Daneben wurden die Flügelspitzen der Raumfähre mit Sensoren voll gestopft, die ultraempfindlich sind und 20.000 Operationen pro Sekunde durchführen. Sie sollen die Temperatur messen und Beschädigungen anzeigen. Dazu wird dieses neue Netzwerk mit einem elektronischen Nervensystem ausgestattet, das den Ingenieuren erlaubt jederzeit die Bedingungen zu überwachen.

Doch auch wenn das Shuttle wieder sicher zur Erde zurückgekehrt ist, werden die Flügel speziell überwacht bzw. kontrolliert werden. Dazu werden Techniker mit einer flash thermography genannten Methode die Carbonschichten überprüfen. Des weiteren werden auch Infrarotkameras zum Einsatz kommen.

Sollte dennoch einmal eine Beschädigung auftreten, wird die Shuttlecrew auf die Internationale Raumstation evakuiert werden und auf die Ankunft eines Rettungsshuttles warten. Dazu wird immer eines der drei verbliebenen Shuttles startklar am Boden bereitstehen, wenn eines der anderen Shuttles eine Mission durchführt.

Quelle: NASA

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