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Titans Geheimnisse werden langsam gelüftet

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Saturns größter und dunstiger Mond, Titan, wird größtenteils durch die gleichen Prozesse wie auf der Erde geformt, sei es tektonisch, durch Erosion oder Winde und gar Vulkanismus. Diese neuen Entdeckungen wurden in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Nature publiziert.

Titan, der lange als eine eingefrorene Version der Urerde galt, besitzt flüssiges Methan an seiner kalten Oberfläche, vergleichbar mit dem Wasser auf unserem Heimatplaneten. Unter den neuen Entdeckungen ist auch ein langer „Fluss“, von etwa 1500 Kilometern länge. Die Wissenschaftler haben außerdem herausgefunden, dass die Windgeschwindigkeiten, anders als auf der Erde, auf Titan größer sind als seine Rotationsperiode. Dieses Phänomen wird auch als super-rotation bezeichnet.

Des weiteren spielte auch (Platten)Tektonik eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Oberfläche. „Der einzige planetarische Prozess, der größere linienartige Grenzen hervorbringt ist tektonisch, bei dem Innere Prozesse die Kruste aufbrechen und verschieben“ so Dr. Alfred McEwen von der University of Arizona.

Bilder der Cassini Sonde vom letzten dichten Vorbeiflug zeigen dunkle, kurvenförmige und lineare Schemata in verschiedenen Regionen von Titan, aber am stärksten konzentriert in der südlichen Polarregion. Die Wissenschaftler glauben, dass es sich dabei um Kanäle handeln könnte, durch die einst flüssiges Methan floss.

Da die größten Wolkenkonzentrationen meist am Südpol beobachtet worden sind, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass es hier einen Kreislauf aus Methanregen und Verdunstung gibt und dass möglicherweise so die Kanäle entstanden sind.

„Wir haben gerade erst begonnen die Oberfläche von Titan zu untersuchen, aber was mich bislang überrascht, ist die Vielseitigkeit der Oberflächenmuster, die wir sehen. Die Oberfläche ist sehr komplex und zeigt Beweise für viele unterschiedliche Umwandlungsprozesse“ sagt Dr. Elizabeth Turtle von der University of Arizona.

Die Ergebnisse beruhen auf Daten, die durch die Cassini Sonde während der letzten 8 Monate gesammelt wurden und bislang ist die Oberfläche von Titan zu 30 % kartografiert. Während der nächsten 3 Jahre sind 41 weitere Vorbeiflüge geplant.

Quelle: JPL

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