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Ein weiterer Blick auf eine rätselhafte Welt

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Als am 14. Januar 2005 die europäische Huygens Sonde auf dem Saturnmond Titan landete, richteten auch zahlreiche erdbasierte Teleskope ihre Augen auf den rätselhaften Titan und sammelten weitere Informationen.

Eine Gruppe von Astronomen beobachteten Titan mit ESO's Very Large Telescope (VLT) in den Nächten vom 14. bis 16. Januar. Sie benutzten dazu die adaptive Optik des 8.2-m Yepun Teleskops.

Die neuen Bilder zeigen Titans einzigartige Atmosphäre und Oberflächenaufnahmen, die im Infrarotspektrum aufgenommen wurden. Die Oberflächenaufnahmen von Titans zurückhängender Seite wurden hingegen durch narrow-band filters in Wellenlängen von 1.28, 1.6 und 2.0 Mikrons aufgenommen. Die Wissenschaftler nennen diesen Bereich „Methan Fenster“, da sie hier die Möglichkeit haben auch die niedrige Atmosphäre und die Oberfläche abzulichten.

„Wir glauben das einige dieser Bilder die kontrastreichsten Aufnahmen sind, die jemals von Titan mit einem erdbasierten oder weltraumgestützten Teleskop aufgenommen wurde“ sagt Eric Gendron vom Paris Observatory.

Die Bilder zeigen die große Komplexität von Titans zurückhängender Seite, wo von man früher dachte, das sie dunkel wäre. Wie dem auch sei, es ist jetzt ersichtlich das helle und dunkle Regionen diesen Teil bedecken.

Die Bilder von Titans Atmosphäre von 2.12 Mikrons zeigen einen hellen Südpol mit möglichen Wolken oder anderen meteorologischen Phänomenen. Die Astronomen beobachten dies seit 2002 und haben festgestellt, dass die Helligkeit des Flecks langsam abnimmt.

Da die Astronomen auch spektroskopische Daten in verschiedenen Wellenlängenbereichen aufgenommen haben, können sie auch Informationen über die Oberflächenzusammensetzung sammeln.

Wenn die Zusammensetzung der Oberfläche am Landeplatz von Huygens eindeutig geklärt ist, sollte es möglich sein, mit Hilfe erdbasierter Teleskope und den aufgezeichneten Daten der Huygens Sonde, die übrige Oberflächenzusammensetzung abzuleiten.

Quelle: ESO

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