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Erste mögliche dunkle Galaxie entdeckt

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Ein internationales Astronomenteam unter britischer Führung hat eine mögliche sensationelle Entdeckung gemacht, eine unsichtbare Galaxie ohne Sterne, die aus Dunkler Materie besteht.

Bei einer dunklen Galaxie handelt es sich um ein Gebiet, das eine ungeheure Masse enthält und ähnlich einer Galaxie rotiert, aber ohne strahlende Sterne zu besitzen. Deshalb ist eine optische Entdeckung auch nicht möglich, aber Wissenschaftlern der University of Manchester gelang es mit dem Lovell Teleskop am Jodrell Bank Observatory diese Entdeckung zu machen und wurden inzwischen durch das Arecibo Teleskop in Puerto Rico bestätigt.

Dr. Jon Davis, von der Cardiff University sagt: „Es ist wirklich eine aufregende Entdeckung.“

Wenn Astronomen das sichtbare Universum beobachten, können sie damit nur einen kleinen Teil abdecken. Erst durch Radiowellen haben sie die Möglichkeit dunkle Galaxie aufzuspüren. Sie entdeckten die mysteriöse Galaxie, als das internationale Team von Astronomen (UK, Frankreich, Italien und Australien), eine Studie über die Verteilung von Wasserstoffatomen durchführten. Dabei stießen sie im Virgo Cluster, 50 Millionen Lichtjahre entfernt, auf eine Masse von Wasserstoffatomen, die Hundert Million Mal schwerer ist als die Masse unserer Sonne.

Die mutmaßliche dunkle Galaxie trägt den Namen VIRGOHI21. Ähnliche Objekte, können entstehen, wenn zwei Sternenhaufen zusammenstoßen. Die Massen der kollidierenden Objekte zerren, aufgrund der gegenseitigen Massenanziehung, aneinander, wodurch sich Gas aus dem interstellaren Raum und gelegentlich auch einzelne Sterne losreißen. Diese Masse schwebt anschließend als unabhängiges Objekt im All.

"Wenn das eine normale Galaxis wäre, sollte sie ziemlich hell sein, man sollte sie mit einem guten Amateurteleskop sehen können", sagte Robert Minchin von der Cardiff University. "Aus der Geschwindigkeit schlossen wir, dass VIRGOHI21 etwa tausend Mal massiver sein muss als nur von den beobachteten Wasserstoffatomen her zu erwarten wäre."

Das internationale Astronomenteam hält die Entdeckung für einen wichtigen Durchbruch. Nach aktuellen kosmologischen Modellen muss es im Universum fünf Mal mehr Dunkle Materie als gewöhnliche (baryonische) Materie geben.

Quelle: University of Manchester

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