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Neue Bilder von Enceladus und Titan

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Die Cassini Sonde machte neue Aufnahmen von den Saturnmonden Titan und Enceladus und zeigt überraschende Oberflächendetails mit Kratern und Kanälen und Indizien für einen möglichen Ozean auf Enceladus.

Ein neu entdeckter Krater auf Titan hat einen Durchmesser von annäherungsweise 60 Kilometern und weist Ähnlichkeiten zu dem Gebiet auf, wo am 14. Januar die europäische Huygens Sonde auf dem Mond gelandet ist. Außerdem wurde am Anfang dieser Woche durch Radardaten, die ungestört die dichte Titanatmosphäre durchdringen können, ein gigantischer Krater von 440 Kilometern breite entdeckt. Er wurde auf den Namen „Circus Maximus“ getauft.  

Durch die Kratergröße bestimmten die Wissenschaftler die Größe des hier eingeschlagenen Objektes (Kometen oder Asteroiden) auf ungefähr 5 bis 10 Kilometer. Des weiteren sind auf den Radarbildern Kanäle im östlichen Teil des Kraters sichtbar. Der längste davon, ist schätzungsweise 200 Kilometer lang und es scheint so, als ob die Kanäle die Kraterwände herunterlaufen. Bei der Flüssigkeit, die hier einst geflossen ist, handelt es sich wahrscheinlich um flüssiges Methan.

Ein Tag nach dem dichten Vorbeiflug am Titan flog die Sonde am Saturnmond Enceladus vorbei und enthüllte faszinierende Erkenntnisse über diese Eiswelt. Die Sonde passierte den Mond in einer Entfernung von 1180 Kilometern und machte die ersten hoch auflösende Bilder von der hellen, teilweise zerklüfteten Oberfläche.   

Seitdem die Voyager Sonde Anfang der 80er an Enceladus vorbei geflogen ist, spekulieren die Wissenschaftler über das faltige Terrain und die glatten Ebenen. Die glatten, einschlagskraterfreien, Teile der Oberfläche deuten auf einen jungen geologischen Ursprung hin und könnte Hinweise auf eine tektonische Aktivität oder Vulkanismus sein.

„Cassini hat jetzt dieses Terrain mit einer zehn Mal besseren Auflösung als Voyager untersucht“ sagt Dr. Carolyn Porco vom Space Science Institute in Boulder. „Interessanterweise weist die eisige Oberfläche Ähnlichkeiten zu den beiden Jupitermonden Ganymed und Europa auf.“ Und zumindest bei Europa sind sich die Wissenschaftler relativ sicher, dass dieser Mond unter seinem Eispanzer einen eigenen Ozean besitzt.

Auf dem hoch auflösenden Bildmosaik erkennt man komplexe Systeme aus Frakturen und geglätteten Gebieten, doch die interessantesten Eigenschaften auf diesem Bild stellt eine Reihe kleiner dunkler Punkte dar, die bislang ein Rätsel darstellen, da sie parallel zu einigen schmalen Frakturen liegen.

Des weiteren zeigt ein Falschfarbenbild die unterschiedliche Zusammensetzung  des Eises bzw. die unterschiedliche Größe der Eiskristalle. Weitere Hinweise deuten auf unterschiedliche Bildungsprozesse und ein unterschiedliches Alter hin. Außerdem wurden Teile der Oberfläche im sichtbaren und infraroten Licht kartografiert. Doch überraschenderweise wurde kein Ammoniak und Kohlenstoffdioxid in der Zusammensetzung entdeckt.

„Das Spektrum sieht wie im Labor erzeugtes Wassereis aus und weist darauf hin, dass das Eis sehr rein ist“  so Dr. Roger N. Clark.

Bereits am 9. März wird die Cassini Sonde wieder einen dichten Vorbeiflug am Saturnmond haben und diesmal aus nur 500 Kilometern Höhe Oberflächendetails aufnehmen.

Quelle: NASA

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