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Beeindruckende Bilder vom Valles Marineris

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Neue Bilder der High Resolution Stereo Camera (HRSC) an Bord der europäischen Mars Express Sonde zeigen die zentrale Region des 4000 Kilometer langen Canyons Valles Marineris auf dem Mars.

Die HRSC machte diese Aufnahmen während des 334 und 360 Orbits mit einer Auflösung von 21 Metern pro Pixel für den früheren Orbit und 30 Metern pro Pixel für den späteren.

Das Bild zeigt ein Gebiet von näherungsweise 300 mal 600 Kilometern und besteht aus einem Mosaik von Bildern, die während der beiden Umläufe aufgenommen wurden.

Benannt wurde das Valles Marineris nach der amerikanischen Sonde Mariner 9, die 1971 als erste Bilder vom Mars zur Erde sandte. Doch auch heute noch ist dieser längste Canyon unseres Sonnensystems ein Mysterium, da bislang völlig unklar ist, wie sich diese gigantische geologische Struktur gebildet hat. Man glaubt, dass entweder Spannungen in der oberen Marskruste und anschließende tektonische Aktivitäten dazu geführt haben könnten, dass sich dieser Riss auf der Marsoberfläche gebildet hat.

Möglich ist auch, dass ein großer Kollaps im marsianischen Hochland dafür verantwortlich ist, bei dem große Mengen unterirdischen Wassereises durch die thermische Aktivität geschmolzen sind und so größere Gebiete einstürzten.   

Wie dem auch sei, das Auseinanderbrechen von Valles Marineris hat sich vor Milliarden von Jahren ereignet, als die Tharsis Ausbuchtung, der westliche Teil von Valles Marineris, sich durch vulkanische Aktivität gerade geformt hat. Doch ähnliche tektonische Prozesse hat es auch auf der Erde gegeben. Sie haben den Keniagraben in Ost Afrika verursacht, doch in einem wesentlich kleineren Ausmaß.

Heutzutage ist die Oberfläche auf dem Mars knochentrocken, so das der Wind und die Gravitation die dominanten Prozesse sind, die die Form und die Landschaft prägen.

Im Gegensatz zum Canyon haben sich auch einige „größere“ Hügel von 1000 bis 2000 Metern Höhe am Rand des Tals gebildet und weisen eine sanftere Topografie auf. Doch bislang haben die Wissenschaftler auch hierfür keine einleuchtende Theorie.

Unterhalb der nördlichen Steilhänge sind mehrere Erdrutsche erkennbar, wo Material über eine Entfernung von bis zu 70 Kilometern transportiert wurde. Außerdem gibt es in der zentralen Region Hinweise darauf, dass einst flüssiges Wasser hier geflossen ist. Erste Hinweise darauf wurden bereits in den 70ern durch die Viking Sonden aufgenommen, doch bleibt auch deren Ursprung ein Mysterium.

Quelle: ESA

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