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Gewichtsbegrenzung für die größten Schwarzen Löcher

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Ein Chandra Mosaik einer Region des Himmels die unter der Bezeichnung Lockman Hole bekannte ist, benannt nach dem Astronomen Felix Lockman, der diese Region der Galaxie untersuchte, zeigt hunderte von Röntgenstrahlquellen.

Die hohe räumliche Auflösung des Chandra Röntgenstrahlen Observatoriums erlaubt dabei die Identifikation zahlreicher supermassiver Schwarzer Löcher.

Die Lockman Hole Daten und zwei Begutachtungen mit dem Chandra und dem Hubble Weltraumteleskop erlauben eine halbwegs vernünftige Zählung der supermassiven Schwarzen Löcher im Universum. Astronomen benutzten diese Daten für Studien über die Wachstumsrate dieser gefräßigen Monster und untersuchten, wie viel Materie verschluckt wird.

Die meisten der supermassiven Schwarzen Löcher scheinen sehr schnell zu wachsen indem sie die Masse von Millionen, wenn nicht sogar von Milliarden, von Sonnen verspeisen. Doch dann, ohne größere Anzeichen, scheinen sie nicht weiter zu wachsen. Ihre Wachstumsrate, welche sofort nach dem sich die ersten Galaxien gebildet hatten, begann, dauerte etwa 100 Millionen bis zu einer Milliarde Jahre.       

Wobei es allerdings zwei verschiedene Arten von supermassiven Schwarzen Löcher zu geben scheint. Da die Schwarzen Löcher auf denen die Studie beruht langsamer gewachsen sind und eine Masse von weniger als 100 Millionen Sonnen haben. Es könnte daran liegen, dass diese supermassiven Schwarzen Löcher zu Beginn größere Nahrungsreserven zur Verfügung hatten.

Diese Unterscheidung scheint ein wichtiger Hinweis zu sein. Doch die meisten supermassiven Schwarzen Löcher gehören zu dem schnell wachsenden Typ und lösen einen so genannten blowback effect aus. Dabei sorgt die starke Hitze und Jets aus Hochenergiepartikeln dafür, dass die umliegenden Regionen von Materie gesäubert werden und ohne diese Nahrungsreserven kommt die Wachstumsrate zum Erliegen.

Das Lockman Hole befindet sich im Sternbild Ursa Major (Großer Bär)  und supermassive Schwarze Löcher befinden sich im Zentrum einer Galaxie. Wobei manche Galaxien, wie unsere Schwestergalaxie Andromeda, auch über zwei dieser gefräßigen Monster verfügen können.

Quelle: Chandra X-Ray Observatory Center

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