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Halos aus Dunkler Materie waren die ersten Objekte im Universum

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Die ersten Objekte im Universum waren nach Berechnungen von Wissenschaftler der Universität Zürich Halos aus Dunkler Materie, von der Masse der Erde und der Größe unseres Sonnensystems.

Doch auch noch heute existieren nach Einschätzung der Wissenschaftler Billiarden dieser Halos und alle paar tausend Jahre passiert eines davon die Erde und hinterlässt helle Gammastrahlen. Nach Aussage der Wissenschaftler durchfließen jeden Tag unzählige Teilchen Dunkler Materie unseren Körper, ohne das wir es bemerken.

"Diese Halos aus Dunkler Materie waren der "Gravitations-Kleber", der gewöhnliche Materie anzog und schließlich die Formation von Sternen und Galaxien ermöglichte" sagt Prof. Ben Moore vom Institut für theoretische Physik an der Universität Zürich. "Diese Strukturen, Bausteine von allem, was wir heute sehen, haben früh begonnen sich zu bilden - nur ungefähr 20 Million Jahre nach dem Urknall."

Dunkle Materie macht über 80 Prozent der Masse des Universums aus, jedoch sind seine Eigenschaften unbekannt. Sie scheint von den Atomen, die die Materie rund um uns bilden, vollkommen verschieden zu sein. Man hat Dunkle Materie noch nie direkt nachweisen können, ihre Existenz wird aus ihrem Gravitationseinfluss auf gewöhnliche Materie gefolgert.

Die Wissenschaftler stützen ihre Theorie auf ein theoretisches Teilchen mit der Bezeichnung Neutralino, das vermutlich während des Urknalls entstanden ist, und fütterten mit ihren Überlegungen den selbst entwickelten Supercomputer.

"Die ersten 20 Millionen Jahre nach dem Urknall war das Universum fast gänzlich homogen und die Materie war sehr gleichmäßig verteilt", so Prof. Moore. Aber eine winzige Störung des Gleichgewichts in der Materieverteilung ermöglichte es der Gravitation, die bekannten Strukturen zu erschaffen, die wir heute sehen.

Das Neutralino gilt seit langer Zeit als der aussichtsreichste Kandidat für die so genannte "kalte Dunkle Materie", die sich weder schnell bewegt noch zusammenklumpen kann, um Gravitationsquellen zu bilden, jedoch wurde es bislang nicht nachgewiesen.

"Der Nachweis dieser Neutralino-Halos ist schwierig, aber möglich", so das Team, da die Halos ständig energiereiche Gammastrahlen aussenden. Sie entsteht, wenn Neutralinos zusammenstoßen und sich dabei selbst vernichten.

Die besten Aussichten, Neutralinos zu entdecken, erhoffen sich die Wissenschaftler durch die Beobachtung des galaktischen Zentrums.

Quelle: Universität Zürich

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