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Wiegen der kleinsten Sterne

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Dank der neuen High Contrast Camera am Very Large Telescope konnten Astronomen zum ersten Mal direkt die Masse eines jungen, wenig massereichen Begleitsterns bestimmen.

Das Objekt, das 100-mal lichtschwächer ist als der Hauptstern, ist 93-mal so massereich wie der Planet Jupiter und es scheint so, das er doppelt so schwer ist wie eigentlich erwartet.

Diese neue Entdeckung deutet auf Fehler in den bisher verwendeten Modellen hin und es ist möglich, dass Astronomen die Anzahl junger Brauner Zwerge und frei fliegender extrasolarer Planeten überschätzt haben.

Ein Stern kann durch viele Parameter charakterisiert werden, doch am entscheidendsten ist seine Masse. Doch diese ist nicht immer so einfach zu bestimmen, besonders die Leichtgewichte, die an der Grenze zum Braunen Zwerg stehen, sind schwierig einzuschätzen. Braune Zwerge ist so genannte "failed stars" mit der 75-fachen Masse von Jupiter, doch zu klein um die nuklearen Kernfusionsprozesse in Gang zu setzen.

Das Problem mit den Leichtgewichten ist, dass sich viele von ihnen in Doppelsternsystemen befinden, sie meistens sehr dunkel sind und dadurch von helleren Sternen verdeckt werden.

Durch die neue High contrast camera wird die Arbeit der Astronomen deutlich leichter. Zuerst wurde der Stern AB Doradus A (AB Dor A), etwa 48 Lichtjahre entfernt und gerade einmal 50 Millionen Jahre alt untersucht, da wenig massereiche Sterne in jungen Jahren deutlich heller strahlen und hier ein verräterisches Wackeln des Sterns auf einen wenig massereichen Begleiter hindeutete.

Dank der neuen Kamera gelang den Astronomen, den dunklen und sehr nahen Begleiter aufzuspüren.

"Wir waren überrascht, dass der Begleiter 400 Grad Celsius kälter und 2,5-mal dunkler als in den gegenwärtig benutzten Modellen für ein Objekt mit dieser Masse war."

Es ist also notwenig die aktuellen Theorien zu modifizieren.

Quelle: ESO

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