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Chandra findet einen Schwarm Schwarzer Löcher

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Das Chandra Röntgenstrahlenteleskop untersuchte die nähere Umgebung des supermassiven Schwarzen Lochs Sagittarius A* (Sgr A*) im Zentrum unserer Milchstraße, etwa 25.000 Lichtjahre entfernt.

Vier helle unterschiedliche Röntgenstrahlquellen sind auf dem Bild erkennbar (eingekreist), die innerhalb von 3 Lichtjahren in Sgr A* liegen. Der untere Teil des Bildes zeigt die starken Unterschiede in einer dieser Quellen. Diese Unterschiede wurden in allen Quellen festgestellt und deuten auf ein Doppelsternsystem hin, wo ein Schwarzes Loch oder ein Neutronensterne Materie von einem Begleitstern abzieht.

Die hohe Konzentration von Röntgenstrahlen in dieser kleinen Region war eine Überraschung. Diese beobachtete hohe Konzentration ist ein möglicher Beweis für einen dichten Schwarm von 10.000 Schwarzen Löchern oder Neutronensternen um Sgr A* herum.

Der Schwarm formte sich wahrscheinlich als stellare Schwarze Löcher und verlangsamte schrittweise seine Umlaufgeschwindigkeit und sank so zum Zentrum unserer Galaxie. Jetzt kreisen die Schwarzen Löcher um das Zentrum und ziehen mit ihren Gravitationskräften an den umliegenden Sternen, die mehrere Lichtjahre entfernt sind und gemäß dem Gesetz der gegenseitigen Massenanziehung, ziehen diese Sterne auch an den Schwarzen Löchern. Das Ergebnis dieses ungleichen Kräfteverhältnisses ist ein leichtes Abbremsen der Schwarzen Löcher, welche mehr als die 10-fache Masse unserer Sonne haben, und ein Beschleunigen der umliegenden weniger massereichen Sterne.

Die Schwarzen Löcher wandern deshalb spiralförmig inwärts und die masseärmeren Sterne auswärts. Aufgrund der großen Anzahl der betroffenen Sterne und Schwarzen Löcher sprechen die Wissenschaftler hier von "stellar dynamical friction" (stellarer dynamischer Reibung). Ein ähnlicher Effekt würde auch mit Neutronensternen funktionieren, jedoch mit einem geringeren Ausmaß, da Neutronensterne eine geringere Masse als Schwarze Löcher besitzen.

Quelle: Chandra X-Ray Observatory Center

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