Poll: Weltraumtourismus
Für welchen Betrag würdest du ins All fliegen?
Home | News | Amalthea hat eine weit entfernte Vergangenheit

Amalthea hat eine weit entfernte Vergangenheit

Font size: Decrease font Enlarge font

Das erste erdbasierte Infrarot Spektrum des Jupitermondes Amalthea enthüllt, das er weit entfernt von seiner gegenwärtigen Position entstanden sein muss. Diese neuen Resultate, basierend auf Beobachtungen mit dem Subaru telescope und dem Infrared Telescope Facility der NASA, bringen neues Licht in die turbulente Geschichte unseres Sonnensystems.

Planeten wie die Erde und Jupiter formten sich aus der Staubscheibe die die Sonne umgab, als unser Sonnensystem gerade geboren wurde. Felsige Planeten wie unsere Erde formten sich dabei nahe der Sonne, aufgrund der extrem hohen Temperaturen die hier herrschten, während sich die Gasgiganten in den kühleren, äußeren Region, bildeten. Möglichweise hatte Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystem, dabei seine eigene Staub und Gasscheibe, die ihn umgab und aus der die Galileischen Monde (Io, Europa, Ganymed, und Kallisto) hervorgingen.

Neben diesen großen Monden besitzt Jupiter aber auch zwei weitere Arten von Monden. Einmal vier kleinere Monde, die innerhalb des Orbits des Mondes Io liegen und mindestens 55 weitere Monde die außerhalb von Kallistos Umlaufbahn um Jupiter kreisen, wobei anzumerken ist, das die äußeren Satelliten verschleppte Orbits besitzen, die darauf hindeuten, das sie wo anders entstanden sind und erst später eingefangen wurden.

Der Ursprung der vier inneren Monde bleibt aber ein echtes Mysterium. Auf der einen Seite sind ihre Umlaufbahnen ähnlich der Galileischen Monde aber auf der anderen Seite besitzen sie kleine irreguläre Formen, die ehr an Asteroiden erinnern.

Aufgrund der kleinen und dunklen Erscheinung der Monde gegenüber dem hellen Jupiter war es nicht möglich das Mysterium aufzuklären. Lediglich die beiden Voyager Sonden und die Galileo Sonde erhaschten einen kurzen Einblick, indem sie hoch auflösende Bilder von den inneren Monden machten.

Naruhisa Takato vom National Astronomical Observatory of Japan und seine Kollegen haben nun erfolgreich die ersten Infrarotaufnahmen von zwei inneren Monden, Amalthea und Thebe, aufgenommen. Um das Spektrum der Infrarotwellenlängen zu vergrößern kombinierten sie zwei Instrumente am Mauna Kea, Hawaii und für kürze Wellenlängen benutzten sie das SpeX an Bord des Spitzer Weltraumteleskop.

Das neue Spektrum von Amalthea, zeigt die charakteristische Signatur von Wasser, meist in Form von wasserhaltigen Mineralien. Diese Mineralien bilden sich aber meistens in Umgebungen mit geringen Temperaturen, deshalb scheidet eine Entstehung in der Nähe von Jupiter aus. Amalthea muss also woanders entstanden und erst später eingefangen worden sein. Dennoch ähnelt die Oberfläche Amaltheas der von Kallisto, die anders als Europa und Ganymed nicht mit Eis bedeckt ist. Andererseits aber, weist Amalthea auch Eigenschaften eines Asteroiden der um die Sonne kreist auf.

Amalthea könnte also ein Überbleibsel bei der Entstehung von Kallisto sein und damit das erste Beispiel für ein "satellitesimal".

Quelle: Subaru Telescope

Comments (0 posted):

Post your comment comment

Please enter the code you see in the image:

  • email Email to a friend
  • print Print version
  • Plain text Plain text
Tags
No tags for this article
Rate this article
0