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Saturn's Umgebung wird durch Eis angetrieben

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Nach einer neuen Untersuchung, geleitet von einem Professor der University of Colorado at Boulder, sind Eispartikel die Hauptverursacher des sich ständig verändernden Saturn Panoramas.

Larry Esposito vom Laboratory for Atmospheric and Space Physics sagt, dass Daten des "Ultraviolet Imaging Spectrometer" (UVIS), darauf hindeuten, dass der größte Teil des Saturn-Systems mit Eis und Atomen, die sich von Wasser ableiten, angefüllt ist.

Esposito sagt, dass Wasserstoff- und Sauerstoffatome weit verbreitet sind im Planetensystem, das sich Millionen von Kilometern über Saturn hinaus ausdehnt. Forscher sehen große Fluktuationen der Sauerstoffmenge im Saturn-System, sagt er.

"Eine mögliche Erklärung für diese Fluktuationen beim Sauerstoff ist, dass kleine, nicht bemerkte Eismonde mit Saturns E-Ring kollidierten," sagt Esposito. "Die Kollisionen haben eventuell kleine Eiskörnchen produziert, die Sauerstoffatome hervorgebracht haben, als sie mit geladenen Teilchen in Saturns Magnetosphäre kollidierten. UVIS ist in der Lage diese glühenden Atome zu identifizieren."

Saturns Ringteilchen wurden eventuell aus reinem Eis gebildet, sagt Esposito. Aber sie waren seitdem einem ständigen Bombardement von Meteoriten ausgesetzt, was das Eis kontaminiert hat, und die Ringe dadurch verdunkelt.

Mit der Zeit hat das ständige Bombardement mit Meteoriten das dreckige Material weit in den Ringteilchen verstreut. Aber anstelle einer gleichmäßigen Verdunklung zeichnet das UVIS Instrument "radiale Unterschiede" auf, die hellere und dunklere Bänder in den einzelnen Ringen zeigen.

"Die Beweise deuten darauf hin, dass in den letzten 10 - 100 Millionen Jahren wahrscheinlich neues Material zum Ringsystem hinzugefügt wurde" sagt er. Das Forscherteam hat vorgeschlagen, dass solche "Erneuerungs-Ereignisse" von der Zersplitterung kleiner Monde stammen, jeder wahrscheinlich 20 Kilometer im Durchmesser.

"Der Inhalt der winzigen Monde, die von einer Verunreinigung geschützt waren, weil sie ständig mit sich selber kollidierten, ist die Quelle von reinem Wassereis" sagt er. "Beides, die Fluktuation beim Sauerstoff und die spektrale Variation in den Saturn-Ringen, unterstützen ein Modell der Ringgeschichte, in dem kleine Monde ständig zerstört wurden, und dadurch neue Ringe produzierten."

Die Eiskörnchen, die durch die ständigen Kollisionen hervorgebracht wurden, werden in Saturns Strahlungsgürtel "gebadet", und setzen die Sauerstoffatome frei, die von UVIS im Ultravioletten beobachtet werden können, weil sie Sonnenlicht in der großen Wolke, die Saturn umgibt, reflektieren, sagt Esposito.

Quelle: UCB News Release

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