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Seismisches Schütteln entfernt kleine Einschlagskrater auf Asteroiden

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Wissenschaftler der University of Arizona haben entdeckt, warum der Asteroid Eros, einer der größten Asteroiden in unserem Sonnensystem, so wenig Einschlagskrater besitzt.

Als die Near Earth Asteroid Rendezvous (NEAR) Sonde Eros von Februar 2000 bis Februar 2001 umkreiste, wurde enthüllt, dass die Oberfläche des Asteroiden mit Regolith bedeckt ist, genau wie bei unserem Erdmond auch. Dabei entdeckte die Sonde auch einige Orte an denen weniger Regolith vorhanden war oder sich bergab sammelte.

Doch was die Sonde nicht fand, war das was man eigentlich erwartet hatte, viele kleinere Einschlagskrater mit denen die Landschaft auf Eros eigentlich überfüllt sein sollte.

"Entweder wurden die Krater durch irgendetwas entfernt oder es gibt weniger kleinere Asteroiden als gedacht" so James E. Richardson Jr. von der University of Arizona.

Richardson kam durch Modellstudien zu dem Schluss, dass ein seismisches Schütteln über 90 % der kleineren Einschlagskrater verwischt, zumindest bei denen die einen Durchmesser von weniger als 100 m besitzen. Wahrscheinlich werden die seismischen Erschütterungen durch Kollisionen mit Weltraumschutt verursacht.

Eros besitzt eine Länge von 33 Kilometern und eine Breite von 8 km, deshalb besitzt er nur ein "geringes" Volumen und eine geringe Anziehungskraft. "Wenn Eros von einem 1-2 m großen Objekt getroffen wird, werden globale Vibrationen ausgelöst. Unsere Analysen zeigen, dass diese Vibrationen leicht das Regolith an der Oberfläche beeinflussen können" so Richardson.

Würde sich Eros im Hauptasteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter befinden, würde ein 200 m Krater in 30 Millionen Jahren aufgefüllt. Doch da sich Eros etwas außerhalb befindet, braucht es noch ein paar tausend Jahre länger.

Richardson's Forschungsergebnisse decken sich dabei mit den Daten der NEAR Sonde. Da von den 400 erwarteten Kratern mit weniger als 20 m pro Quadratkilometer nur 40 solcher Krater entdeckt wurden.

"Falls wir eines Tages Sonden zur Rohstoffgewinnung zu den Erdnahen Asteroiden schicken oder einen potenziell gefährlichen Asteroiden ablenken, werden uns die Daten über die innere Struktur der Asteroiden helfen die richtige Strategie zu finden."

Quelle: University of Arizona

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