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Neuentdeckter Kugelsternhaufen ist vielleicht das letzte "Fossil" unserer Milchstraße

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Gerade als die Astronomen glaubten, sie hätten vielleicht die Letzten "Fossile" unserer Galaxis ausgegraben, entdeckten sie ein Neues, in unserem eigenen, galaktischen Hinterhof.

Dabei handelt es sich um einen Kugelsternhaufen und diese alten Bündel von Sternen stammen noch aus der Zeit, der Entstehung unserer eigenen Galaxie, vor etwa 13 Milliarden Jahren. Sie sind versprüht um das Zentrum der Galaxie herum, wie die Samenkörner in einem Kürbis. Astronomen benutzen diese Cluster als ein Tool zum Studium des Alters und der Bildung der Milchstraße.

Neue Infrarotaufnahmen von NASA's Spitzer Space Telescope und des University of Wyoming Infrared Observatory enthüllen einen, niemals vorher beobachteten, Kugelsternhaufen innerhalb der staubigen Grenzgebiete der Milchstraße.

"Es ist wie einen lange verlorenen Neffen wiederzufinden," sagt Dr. Chip Kobulnicky, Professor für Physik und Astronomie an der University of Wyoming, Laramie. "Wir dachten, dass alle Kugelsternhaufen unserer Galaxie schon gefunden wurden."

"Ich konnte nicht glauben, was ich sah," sagt Andrew Monson, ein Graduate Student an der University of Wyoming, der den Cluster als erster entdeckte. "Ich habe mit Sicherheit nicht erwartet, solch einen Cluster zu entdecken."

Der neu entdeckte Cluster ist einer von etwa 150 bekannten, die das Zentrum der Milchstraße umkreisen. Diese dicht gepackten "Knoten" aus Sternen sind mit die ältesten Objekte in unserer Galaxie und haben sich vor etwa 10 - 13 Milliarden Jahren geformt. Sie beinhalten mehrere hunderttausend Sterne, wovon die meisten älter und kleiner sind als unsere Sonne.

Monson entdeckte den Cluster während er Daten vom "Spitzer Space Telescope's Galactic Legacy Infrared Mid-Plane Survey Extraordinaire" durchsah - einer Untersuchung um versteckte Objekte innerhalb der staubigen, mittleren Ebene unserer Galaxie zu finden. Er durchsuchte dann Archivdaten für eine Zuordnung und fand nur ein undokumentiertes Bild des Clusters, stammend aus einer vorherigen Untersuchung des Himmels, genannt " Two Micron All-Sky Survey" und durchgeführt von der NASA. "Der Cluster war dort in den Daten vorhanden, aber niemand hatte ihn gefunden," sagt Monson.

"Diese Entdeckung zeigt, warum Spitzer so leistungsfähig ist - es kann Objekte sehen, die vollständig versteckt sind im sichtbaren Licht," sagt Dr. Michael Werner von NASA's Jet Propulsion Laboratory, Pasadena, Calif., Projekt-Wissenschaftler für Spitzer. "Dies ist speziell für die Untersuchung der Ebene unserer Galaxie von Bedeutung, wo Staubblöcke das meiste, sichtbare Licht blockieren."

Nachfolgende Beobachtungen mit dem University of Wyoming Infrared Observatory haben geholfen die Distanz des neuen Clusters, mit ca. 9.000 Lichtjahren Entfernung von der Erde, zu bestimmen - näher als die meisten Cluster - und die Masse auf etwa 300.000 Sonnenmassen festzulegen. Die offensichtliche Größe des Clusters, gesehen von der Erde aus, ist vergleichbar mit einem Reiskorn in der Entfernung einer Armlänge. Er befindet sich in der Konstellation Adler.

Quelle: JPL

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