Poll: Weltraumtourismus
Für welchen Betrag würdest du ins All fliegen?
Home | News | Smart-1 ein Jahr im All

Smart-1 ein Jahr im All

Font size: Decrease font Enlarge font

Nach einem Bericht der europäischen Raumfahrtagentur ESA ist die Mondsonde Smart-1 in einem "exzellenten" Zustand und bereitet sich auf den Eintritt in den Mondorbit vor, doch was wurde aus den Triebwerksproblemen?

Die erste Missionsphase, in der mehrere innovativer Technologien getestet wurden, ist erfolgreich abgeschlossen worden, inklusive des Testens des ersten europäischen solar-electric propulsion (Solar- Elektrischen- Antriebsystems).

Bereits 3 Tage nachdem Start wurde das Ionentriebwerk gezündet und brachte, nach Aussage der ESA, die Sonde sicher durch den Strahlungsgürtel (Van Allen Gürtel), der die Erde umgibt. Das Ionentriebwerk liefert zwar nur den Schub das dem Gewicht einer Posterkarte entspricht und deshalb dauert die spiralförmige Reise zum Mond auch 15 Monate, anstatt weniger Tage wie beim Apollo Programm, doch kommt die Sonde dabei auch mit nur 52 kg Treibstoff aus und muss nicht erst von einer Saturn V, immer noch die nutzlaststärkste Rakete, die von Wernher von Braun entwickelt wurde, in Richtung Mond gebracht werden.

Doch neben dem Ionentriebwerk wurden auch neuartige Kommunikationssysteme wie das KaTE instrument, das extrem kurze Radiowellen zur Kommunikation benutzt, und das laser communication link experiment erfolgreich getestet.

Des weiteren wurden auch alle 7 Instrumente an Bord, die lediglich ein Gewicht von 19 kg haben, überprüft und haben nach Aussage der ESA bereits einige wissenschaftliche Experimente erfolgreich abgeschlossen.

Was wurde aus den Triebwerksproblemen?

Anfang diesen Jahres meldete das amerikanische New Scientist Magazin und weitere US Medien, das die europäische Sonde auf ihren Weg zum Mond mit ernsthaften Triebwerksproblemen zu kämpfen hat, da sich das Ionentriebwerk öfters abschaltet. Die Ursache dafür sollen elektrisch geladene Teilchen von der Sonne, die Spannungsspitzen in den empfindlichen Stromkreis der Raumsonde induzieren, gewesen sein. Normalerweise werden deshalb zusätzliche Kondensatoren in die empfindlichen Stromkreise eingebaut, die dem entgegenwirken, doch wurde die Smart-1 Sonde anscheinend damit nicht ausgestattet.

Wir wollten es genau wissen und haben uns deshalb bemüht genauere Informationen zu bekommen, leider blieben die Emails unbeantwortet und hier sollte sich die ESA, deren Öffentlichkeitsarbeit ehr "zweifelhaft" ist, mal ein Beispiel am großen amerikanischen "Bruder" nehmen, denn die Mitarbeiter der NASA sind da wesentlich kooperativer.

Quelle: ESA / New Scientist

Comments (0 posted):

Post your comment comment

Please enter the code you see in the image:

  • email Email to a friend
  • print Print version
  • Plain text Plain text
Tags
No tags for this article
Rate this article
0