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Radioastronomie wird mit dem Quadrat-Kilometer Array einen Riesen Schub bekommen

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Es wird das dunkle Zeitalter, die Ära vor der Re-Ionisierung prüfen, vielleicht sogar vor der Geburt der ersten Sterne und es wird die Bildung der ersten Galaxien beobachten.

Es wird das Netz von neutralem Wasserstoff kartografieren, das sich in unserem Universum ausbreitet, in der Nähe und weit entfernt. Im Jahr 2015 wird ein Array von 4.400 voll steuerbaren, zwölf Meter Radioteleskopen, genannt das "Square Kilometer Array (SKA)" fertig gestellt sein und seine Arbeit aufnehmen.

Die Projektpläne werden von einem Konsortium von Firmen, angeführt von Cornell, und finanziert von der National Science Foundation sowie anderen, entwickelt. Die SKA Pläne basieren auf den Ideen, die beim "Allen Telescope Array (ATA)", das aus 350 sechs Meter Teleskopen besteht und von Microsoft´s Paul Allen für die SETI Forschung finanziert wird, eingesetzt werden.

Das 1.4 Milliarden Dollar teure SKA Projekt sollte das endgültige Design sowie die Lokation bis 2007 definiert haben, um dann 2010 mit den Bauarbeiten zu beginnen, und im Jahr 2015 fertig gestellt und einsatzbereit sein. Das Array selber wird einen Kernbereich von 3.300 Teleskopen haben, sowie 160 Außenstationen mit jeweils etwa 7 Teleskopen, und einen breiten Bereich von Nord- und Zentralamerika abdecken.

Wenn dieses Instrument fertig gestellt sein wird, haben wir die Empfindlichkeit eines einzigen Radioteleskops mit einem Durchmesser von 800 Metern, was ca. 100 Mal empfindlicher ist, als jedes steuerbare Teleskop das sich zurzeit auf der Erde befindet. Es wird auch 10 Mal empfindlicher sein als das gigantische Teleskop in Arecibo, dass auch von Cornell betrieben wird. Bei seiner kürzesten Wellenlänge wird das Array in der Lage sein, Bilder mit einer Auflösung von 500 Mikro-Bogensekunden aufzulösen, was ca. 15 Lichtjahre bei der Andromeda Galaxie wären (M31), oder ein paar hundert AU bei der Kartografierung von nahen molekularen Wolken in unserer eigenen Galaxie.

Mit dieser neuen Möglichkeit der Beobachtung wird eine Menge neuer Wissenschaft auf uns zukommen. Diesen Monat veröffentlichen mehrere Magazine zahlreiche Berichte über Arbeiten, die mit diesem Instrument durchgeführt werden können. Unter den wissenschaftlichen Zielen sind: Kartografie der Sternentstehungsgeschichte und der globalen Strukturen des Universums, Verfolgung der Sternentstehungsgeschichte über kosmologische Zeiträume, Untersuchung des S-Z Effekts bei hohen Rotverschiebungen, Nachverfolgung der Magnetfeldstruktur in Parsec bis hin zu Mega-Parsec Jets, in entfernten Galaxienhaufen, Lokalisierung von fernen (Z>2) Clustern, Test von starken Gravitationsfeldern und der kosmologischen Entwicklung von supermassiven Schwarzen Löchern, Test des funkelnden Universums und hochauflösende Auswertung von Phänomenen, Identifizierung der Struktur im Großen, getrennte Komponenten und die verwirbelten Eigenschaften der Milchstraße und nahen Galaxien, eine Zählung von schwachen, alten Pulsaren und anderen dichten Objekten in der Milchstraße, Suche nach braunen Zwergen in der näheren galaktischen Umgebung und Mapping von thermischen Emissionen naher Sterne, Bestandsaufnahme und Überwachung von Müll im Sonnensystem, wie Asteroiden, Kometen und KBOs.

Das SKA wird ein vielseitig einsetzbares Instrumen sein, mit Fähigkeiten, die denen von heutigen Radioteleskopen weit überlegen sind. Für die Radioastronomie ist das SKA das Gerät der Zukunft.

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