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Wiedereintritt von Genesis

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Am 8. September wird ein Feuerball den Westen der Vereinigten Staaten streifen. Es ist Genesis, die Proben der Sonne zur Erde bringt.

Meteoriten sind unvorhersehbar. Man weiß nie exakt, wann einer über den Himmel ziehen wird.

Nicht so am Mittwoch, dem 8. September. Präzise um 8:52:46 a.m. Pacific Daylight Time (PDT), wird Nordwestlich von Bend, Oregon, ein Feuerball erscheinen: ein heißer, weisser Lichtpunkt, heller als der Planet Venus, gleitet über den blauen Morgenhimmel.

Dies ist kein gewöhnlicher Meteorit. Es ist eine Raumkapsel, abgeworfen von NASA's Genesis Raumschiff, die mit reichlich Proben von der Sonne zur Erde zurückkehrt und wir wissen genau, wo sie ankommen wird:

Von Bend aus wird der Feuerball mit einer Geschwindigkeit vom 11 km/s, über das östliche Oregon streifen, wobei er heller wird wenn er in die dichteren Teile der Erdatmosphäre absteigt. Um 8:53:35 a.m. PDT wird der die südwestliche Ecke von Idaho kreuzen und dann, einen Moment später, das nördliche Nevada, nicht weit entfernt von der winzigen Stadt Elko. Schließlich, um 8:54 a.m. PDT, durch seinen Fallschirm abgebremst, wird der Feuerball über Utah verblassen.

Den Leuten die sich im Beobachtungsbereich befinden gibt er folgenden Rat: "Der Feuerball wird tief am Himmel sein, es sei denn, Sie befinden sich direkt unter dem Wiedereintrittspfad. Achten sie also auf den Horizont. Versuchen sie es mit Ferngläsern um den Kontrast zwischen dem hellen, blauen Himmel und dem Feuerball zu erhöhen. Aber schauen Sie nicht in die Sonne." Gebündeltes Sonnenlicht kann sie erblinden lassen.

Jenniskens wird den Wiedereintritt aus der Luft beobachten, zusammen mit 20 anderen Wissenschaftlern, in einem NKC-135 Flugzeug der Air Force. Das Flugzeug ist mit einer Batterie von Teleskopen und Spektrometern ausgestattet, die auf 20 nach oben gerichtete Beobachtungsfenster ausgerichtet sind. In den vergangenen Jahren wurde das NKC-135 zum Studium der Leoniden Meteoritenschauer benutzt. Dieses Mal "planen wir die heiße Schockwelle vor der Kapsel zu untersuchen," erklärt Jenniskens.

Astrobiologen interessieren sich dafür, weil metergroße Asteroiden -- zufälligerweise von der gleichen Größe und Geschwindigkeit wie die Genesis Kapsel -- unsere Erde mehrmals pro Jahr treffen und dabei organisches Material aus dem Weltraum auf unseren Planeten bringen. Überleben diese Moleküle den Wiedereintritt? Können sie, im Kessel ihrer eigenen Schockwelle, mit Gasen aus der Atmosphäre reagieren und neue Materialien von biologischem Interesse bilden?

"Wir wissen es nicht," sagt er. "Es ist sehr schwierig, einen richtigen Asteroiden beim Wiedereintritt einzufangen." Genesis ist ein seltener "Meteor auf Zuruf."

Die Beobachtung des Wiedereintritts, so aufregend und fruchtbar dies auch Sein mag, ist nur eine Einleitung für das Hauptereignis.

Sobald der Feuerball ausgeglüht ist, wird ein Fallschirm aufgehen und die Kapsel dadurch sanft, in Richtung der US Air Force's Utah Test and Training Range, südwestlich von Salt Lake City, zu Boden gleiten. Wenn alles nach Plan verläuft, werden Stunt Piloten aus Hollywood - kein Scherz! -- die Kapsel mit einem langen Haken, der an einer Verlängerung am Hubschrauber angebracht ist, aus der Luft fischen. Dies soll verhindern, dass empfindliche Probenbehälter beim Aufschlag zerbrechen.

Die Proben sind Stückchen der Sonne - aus dem Sonnenwind genauer - die Genesis während der letzten 27 Monate eingesammelt hat. Wissenschaftler glauben, dass der Sonnenwind fast identisch zusammengesetzt ist, wie der frühzeitliche Sonnennebel, die Wolke aus der sich vor 4.5 Milliarden Jahren die Sonnen und die Planeten bildeten. Die Untersuchung von ursprünglichen Teilchen des Sonnenwindes ist wie "Material" von unseren Ursprüngen -- daher der Name "Genesis".

"The excitement really begins when scientists around the world get hold of these samples for their research," says Genesis principal investigator Don Burnett of the California Institute of Technology.

Ein Wiedereintritt unter dem Sternenbanner. Ein Hollywood Ende. Und das ist erst der Anfang? Bleiben Sie dran...

Quelle: Science@NASA

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