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Felsuntergrund im Gusev Krater deutet auf eine feuchte Vergangenheit

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Spirit hat letztendlich mit der Untersuchung des felsigen Untergrunds im Gusev Krater begonnen und fand heraus, dass es in den so genannten Columbia Hills, Hinweise auf größere Mengen von Wasser gibt.

Spirit und sein Zwilling Opportunity haben bereits seit April diesen Jahres ihre Primärmission abgeschlossen und befassen sich jetzt mit den Bonuszielen. Doch zeigen sie immer mehr Verschleißerscheinungen, so ist am Sonntag ein Gerät des Opportunity Rover ausgefallen, das die innere Struktur von Felsen (rock abrasion tool) analysiert, aber die Ingenieure sind zuversichtlich das sie bald das Problem lösen können.

Während Opportunity im felsigen Untergrund der Landestelle sofort Hinweise auf Wasser fand, brauchte Spirit länger um Spuren für eine feuchte Vergangenheit zu finden. Erste Hinweise fanden sich zwar schon im März bei dem "Humphrey" getauften Felsen, doch deutete damals noch alles auf geringe Mengen von Wasser hin.

"Wir haben Beweise dafür, dass eine Interaktion mit flüssigem Wasser die Zusammensetzung dieser Felsen beeinflusste" sagt Dr. Steve Squyres von der Cornell University. "Dies ist anders als bei den Felsen in der Ebene, wo wir Farbschichten und Risse gefunden haben, die nur auf geringe Mengen von Wasser hindeuteten. Hier aber haben wir Hinweise auf weit mehr Wasser."

Opportunity hingegen hat das durchschneiden durch verschiedene Schichten im felsigen Untergrund in der südlichen inneren Neigung des Stadiumsgroßen Endurance Crater abgeschlossen.

"Wir fanden unterschiedliche Zusammensetzungen in drei Schichten" sagt Dr. Ralf Gellert vom Max-Planck-Institut für Chemie. Chlor Konzentrationen sind dabei dreifach so stark wie in der mittleren Schicht. Magnesium und Schwefel fallen hingegen fast parallel, dies deutet darauf hin das beide Elemente durch Wasser gelöst und entfernt wurden.

Außerdem zeichnete das microscopic imager des Rovers eine neue Variation von "blueberries" auf, dabei handelt es sich normalerweise um kleine, rundliche graue Steine, die reichlich im Krater vorhanden sind. "Sie sind rauer in ihrer Struktur, variieren stärker in ihrer Größe und sie haben die Farbe des Untergrundes, anstatt grau zu sein" sagt Zoe Learner von der Cornell University. "Sie sind bislang wirklich ein Mysterium", das sich vielleicht aber auch mit dem Vorhandensein von Wasser erklären lässt.

Quelle: NASA

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