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Ganymed hat ein klumpiges Inneres

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Wissenschaftler entdeckten Anomalien unter der Oberfläche des größten Jupitermondes. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um Felsformationen, die in laufe der Zeit von Eis umhüllt wurden, es ist aber auch nicht ausgeschlossen das es sich um einen Meeresboden handelt.

Forscher des JPL der NASA und Wissenschaftler der University of California stellen ihre neusten Ergebnisse, die auf alten Untersuchungen der Galileo Sonde beruhen, in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Science vor.

Die neuen Entdeckungen zwingen die Forscher, noch einmal über den Inneren Aufbau Ganymeds nachzudenken. Die gefundenen Ausbuchtungen im Inneren und das nicht Vorhandensein von äußeren Spuren, bringt die Forscher dazu genauer hinzuschauen.

"Die Anomalien könnten größere Konzentrationen von Felsen unterhalb der Eisschicht sein. Es könnte sich aber auch um eine vermischte Schicht von Felsen und Eis unterhalb der Oberfläche handeln, mit Variationen in der Steinkonzentration" so Dr. John Anderson von JPL. "Falls es unterhalb der Eisschicht einen flüssigen Ozean gibt, könnte es sich um einen unterschiedlich tiefen Meeresgrund handeln und dies könnte zu unterschiedlichen topografischen Ergebnissen führen. Es gibt also eine Menge Möglichkeiten, die nähr untersucht werden müssen".

Dr. Gerald Schubert vom UCLA sagt: "Alles was wir bislang wissen ist nicht definitiv, aber wir erwarten nicht das die Eisschicht von Ganymed alleine für die unterschiedlichen Massekonzentrationen verantwortlich ist".

Ganymed besteht hauptsächlich aus drei Schichten, einem metallischen Eisenkern im Zentrum, einen umgebenden Felsmantel und einer umhüllenden Eisschicht. Wobei die äußere Eisschicht sehr dick ist, etwa 800 Kilometer und bis an die Oberfläche reicht.

Gestoßen sind die Wissenschaftler auf die Anomalien bei der Auswertung von Doppler Daten von Ganymeds Gravitationsfeld während des zweiten Vorbeiflugs der Galileo Sonde aus dem Jahr 1996.

"Glaub es oder nicht, aber wir haben die lange Zeit gebraucht um nähr uns mit der Anomalie Fragen zu beschäftigen, wir haben alle 31 Vorbeiflüge an den vier großen Jupitermonden analysiert" sagt Anderson. "Am Ende, sind wir nur bei dem einen Vorbeiflug auf die Masseanomalien gestoßen".

Übrigens ähnliche Masseanomalien wurden bislang nur bei einem weiteren Mond entdeckt, nämlich bei unserem eigenen Mond, während der ersten Lunar Orbiter Mission in den 1960er. Weitere Daten erhoffen sich die Wissenschaftler von der Icy Moons Orbiter Mission.

Quelle: JPL

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