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Apollo 11: Experiment läuft auch nach 35 Jahren noch

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Im Sommer 1969 wurde ein Höhepunkt in der bemannten Raumfahrt erreicht, der auch bis heute bestand hat, auch wenn einige den wissenschaftlichen Nutzen dieser Missionen in Fragen stellen, liefert ein Experiment auch nach 35 Jahren noch Daten.

Es war am Nachmittag des 20. Juli 1969, als die beiden Apollo 11 Astronauten Neil Armstrong und Edwin "Buzz" Aldrin zum ersten Mal in der Geschichte die Mondoberfläche betraten und sich dort für 2 ½ h aufhielten, um Gesteinsproben zu sammeln und Fotos zu machen, während Michael Collins sie im Commando Modul Columbia umkreiste. Am 21. Juli kurz vor dem Ende ihres letzten Mondspazierganges hinterließen sie noch ein Experiment auf der Mondoberfläche das auch noch heute, nach 35 Jahren, funktioniert. Es wird lunar laser ranging experiment genannt und studiert das Erde-Mond System und liefert Daten an wissenschaftliche Einrichtungen auf der ganzen Welt, inklusive dem JPL der NASA.

"Eine genaue Vorstellung vom Mondorbit und seiner Ausrichtung ist nützlich für zukünftige Roboter oder bemannte Missionen zum Erdtrabanten" sagt Dr. James G. Williams. "Wissenschaftler benutzten die Daten, die sie durch das lunar laser ranging experiment bekommen haben um die Erde, den Mond und die Eigenschaften der Gravitation zu untersuchen".

Wissenschaftler von verschiedenen Institutionen die die Daten analysiert haben, fanden unter anderem heraus, dass sich der Mond von der Erde wegbewegt, dass er einen flüssigen Kern hat und dass die Relativitätstheorie von Albert Einstein richtig ist.

Das Experiment basiert auf einem Instrument, das lunar laser ranging reflector genannt wird, das entwickelt wurde um Laserimpulse von der Erde zu reflektieren um so die exakte Entfernung zwischen Erde und Mond zu bestimmen. Der Apollo 11 Laser Reflektor besteht aus 100 geschmolzenen Quarz Würfeln, die in einer 46-cm quadratischen Aluminiumplatte eingebaut sind.

Insgesamt wurden noch drei weitere Reflektoren auf dem Mond aufgestellt, jeweils einer bei Apollo 14 und 15 und einer bei der unbemannten sowjetischen Lunokhod 2 Rover Mission, der von den Franzosen gebaut wurde.

Das McDonald Observatory in Texas und ein französisches Observatorium in der Nähe von Grasse in Südfrankreich senden regelmäßig einen Lichtimpuls aus um einen der Reflektoren zu treffen. Wenn einer der Laserimpulse trifft, benutzen die Wissenschaftler an den Observatorien empfindliche Filter und Verstärker um das Rückkehrsignal zu entdecken, da das reflektierte Licht ist zu schwach, um vom menschlichen Auge gesehen zu werden, doch unter guten Bedingungen werden alle paar Sekunden ein Photon eingefangen.

Wissenschaftler wissen heute das die durchschnittliche Entfernung zwischen dem Zentrum der Erde und des Mondes 385.000 Kilometer beträgt und das diese Messungen zu den präzisesten Gehöhren, die jemals gemacht wurden.

Quelle: NASA

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