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Spitzer findet grobe Zutaten für Leben

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Das Spitzer Weltraumteleskop hat in mehreren "planetarischen Bauzonen" bedeutende Mengen an eisigen organischen Materialien gefunden.

Mit "planetarischen Bauzonen" sind staubige Planetenentstehungsscheiben gemeint, die um mehrere neugeborene Sterne kreisen. Sie sind auch unter den Namen protoplanetarische Scheiben bekannt.

Das Material das hier gefunden wurde besteht aus eisigen Staubpartikeln umhüllt mit Wasser, Methanol und Kohlendioxid und könnte erklären wie Planetoide, wie z.B. Kometen, entstehen. Für viele Wissenschaftler ist erwiesen, dass diese Kometen unseren Planeten kurz nach seinem Entstehen mit Wasser und organischen Material versorgt haben und erst so das Leben auf unserem Planeten ermöglichten.

Dr. Dan Watson und William Forrest von der University of Rochester entdeckten nun um 5 junge Sterne im Sternbild Stier, 420 Lichtjahre von uns entfernt, eindeutige Beweise für die Existenz von organischem Material in der staubigen protoplanetaren Scheibe.

Des weiteren wurde während einer anderen Untersuchung mit dem Spitzer Weltraumteleskop in einer Gruppe junger Sterne fesselnde Beweise für den jüngsten Planeten gefunden, den man bislang entdeckt hat. Im Sternsystem CoKu Tau 4 sieht es so aus, als ob ein junger Planet die Staubscheibe wegfegt und da der Stern in diesem System gerade mal eine Million Jahre alt ist, müsste eine möglicher Planet wesentlich jünger sein. Zum Vergleich, die Erde ist ungefähr 4,6 Milliarden Jahre alt.

"Diese frühen Resultate zeigen, dass Spitzer unser Verständnis wie sich Sterne und Planeten formen dramatisch ändern wird und uns dadurch hilft unseren Ursprung zu verstehen" sagt Dr. Michael Werner vom JPL der NASA.

Außerdem entdeckte Spitzer auch noch die zwei weit entferntesten und dunkelsten Planetenentstehungsscheiben, die bislang beobachtet wurden. Sie befinden sich in der Sternenkonstellation Zentaur ungefähr 13.700 Lichtjahre entfernt.

"Durch das sehen, was sich hinter dem Staub befindet, zeigt uns Spitzer, dass die Entstehung von Planeten, ein sehr aktiver Prozess in unserer Galaxie ist" so Churchwell.

Quelle: JPL

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