Poll: Weltraumtourismus
Für welchen Betrag würdest du ins All fliegen?
Home | News | Sedna gibt Rätsel auf

Sedna gibt Rätsel auf

Font size: Decrease font Enlarge font

Der im März neu entdeckte Planetoid Sedna weigert sich auch nach einer Untersuchung mit dem Hubble Weltraumteleskop alle Geheimnisse offen zu legen, so wurde z.B. entdeckt, das Sedna doch keinen Mond besitzt, weshalb aber der Planetoid so langsam rotiert bleibt im dunkeln.

Sedna, der von einigen Astronomen bereits als zehnter Planet in unserem Sonnensystem gewertet wird, ist nicht nur das bislang weit entfernteste Objekt in unserem Sonnensystem sondern auch das Mysteriöseste.

Entdeckt wurde der Planetoid am 15. März von Mike Brown vom Caltech aufgrund der geringen Rotationsgeschwindigkeit waren sich die Astronomen fast sicher das Sedna einen Mond von beträchtlicher Größe besitzt, denn auch der Erdmond bremst durch seine Gravitationskräfte die Rotationsgeschwindigkeit der Erde beträchtlich, da ohne Mond ein Tag auf der Erde nur 6 anstatt 24 Stunden dauern würde. Um so überraschender das auf den 35 Aufnahmen der Advanced Camera for Surveys des Hubble Weltraumteleskops kein Mond zu entdecken ist.

"Ich bin völlig verwirrt das ein Mond fehlt" sagt Brown. "Dies liegt jenseits aller Erklärungen und macht Sedna noch interessanter."

Gleich nachdem die Existenz von Sedna bekannt wurde, richteten die Astronomen das Hubble auf das neue Objekt um weitere Untersuchungen durchzuführen, da neben der geringen Rotationsgeschwindigkeit auch der Orbit alles andere als normal zu seien scheint, schließlich dauert ein Umlauf um die Sonne schlappe 10.500 Jahre und Sedna entfernt sich dabei über 1000 Astronomische Einheiten von unserem Zentralgestirn.

Dies lässt sich eigentlich nur da durch erklären, das ein massereiches Objekt, wie ein vorbeiwandernder Stern oder ein Schwarzes Loch, in der Vergangenheit unserer äußeres Sonnensystem durcheinander gewirbelt hat und das Sedna ein Überbleibsel dieses Ereignisses ist.

Es gibt aber noch eine kleine Chance das Sedna doch noch einen Mond besitzt, es könnte nämlich gerader der Fall sein, das der Mond vor oder hinter Sedna liegt und das man deshalb ihn auf den Aufnahmen nicht entdeckt hat. Genauere Informationen über den neuen Planetoiden erhoffen sich die Astronomen vom James Webb Weltraumteleskop, dem Nachfolger des Hubble, doch dieses Teleskop ist frühestens 2011 einsatzbereit.

Quelle: Hubble Site

Comments (0 posted):

Post your comment comment

Please enter the code you see in the image:

  • email Email to a friend
  • print Print version
  • Plain text Plain text
Tags
No tags for this article
Rate this article
0