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Leben und Sterben im Universum

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In einer kleinen nah gelegenen Galaxie liegt eine leuchtende Wolke aus Gas und Staub mit einer Familie aus neugeborenen Sternen. Wäre aber vor ein paar Millionen Jahren nicht ein massiver Stern gestorben, dieser stellare Kindergarten wäre nie entstanden.

Der Nebel mit der Bezeichnung Henize 206 und der Überrest des explodierten Sterns, kreieren ein prächtig detailreiches Bild, das mit dem Spitzer Weltraumteleskop aufgenommen wurde. Henize 206 liegt außerhalb unserer Galaxie in unserem kosmischen Nachbar der Großen Magellanschen Wolke, etwa 163.000 Lichtjahre entfernt.

"Das Bild ist ein wunderbares Beispiel für den Kreislauf von Geburt und Tod, der sich durch das Leben der Sterne im Universum zieht" sagt Dr. Varoujan Gorjian vom JPL der NASA.

So wie in anderen stellaren Kinderstätten auch, sind die Sterne in Henize 206 entstanden als ein sterbender Stern in einer Supernova explodierte und so Schockwellen durch die Wolken aus kosmischen Gas und Staub schossen. Dadurch wurden das Gas und der Staub komprimiert und durch die eigene Gravitation kollabierte die Wolke und neue Sterne konnten so entstehen. Auch unsere Sonne und unser ganzes Planetensystem sind aus den Überresten der ersten Sterngeneration entstanden.

Das neue Spitzer Bild liefert einen detaillierten Schnappschuss auf dieses universelle Phänomen. Durch das Aufzeichnen von Henize 206 im Infrarotbereich, war das Spitzer Weltraumteleskop in der Lage durch die Decken aus Staub zu sehen, die im sichtbaren Bereich dominieren. Das resultierende Falschfarbenbild zeigt eingebettete junge Sterne als helle weiße Punkte und umgebendes Gas in rot, blau und grün. Des weiteren wurde ein Ring aus grünem Gas enthüllt, bei dem es sich um den Nachstrom der alten Supernova handelt.

Henize 206 wurde zum ersten Mal in den frühen 50er Jahren des letzten Jahrhunderts von Dr. Karl Henize katalogisiert, einen Astronomen der später Astronaut wurde und mit dem Space Shuttle Challenger 1985 ins All geflogen ist.

Das Spitzer Weltraumteleskop wurde am 25 August 2003 von Cape Canaveral aus gestartet und ist das vierte und letzte des Great Observatories Programm der NASA. Zu diesem Programm gehören des weiteren das Hubble Weltraumteleskop, das Chandra Röntgenstrahlen Observatorium und das Compton Gammastrahlen Observatorium.

Quelle: JPL

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