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Mars Express sieht Spuren von Wasser

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Die europäische Sonde Mars Express erreicht ihren endgültigen Orbit zwar erst am 28. Januar, doch hat sie bereits jetzt viel versprechende Bilder veröffentlicht, die auf große Mengen von Wasser in der Vergangenheit hindeuten.

Seit Jahrzehnten tobt unter Wissenschaftlern ein erbitterter Streit darüber, wann und wie viel Wasser der Mars einst beherbergt hat, denn das es Wasser auf dem Mars gab und auch noch heute, in gefrorener Form unter der Oberfläche, existiert, wissen wir seit den spektakulären Ergebnisse der amerikanische Sonde Mars Odyssey im Mai 2002, die mit Hilfe ihres Gammastrahlen Spektrometers gemacht wurden.

Heute stellte die europäische Raumfahrtbehörde ESA neue Bilder ihres ersten Mars Orbiters vor. Eines der Hauptziele dieser Mission ist es weitere Beweise für das Vorhandensein von Wasser in allen möglichen Aggregatzuständen zu finden. Durch das kartographieren der südlichen Polar Region am 18. Januar durch Kameras und Infrarot Spektrometer gelang es nun weitere Beweise für die Existenz von Wassereis und Kohlendioxideis zu entdecken.

Diese Ergebnisse werden bestätigt durch das PFS, ein hoch auflösendes Spektrometer mit unerreichter Genauigkeit. Des weiteren enthüllen die Daten, dass es unterschiedliche Konzentrationen von Kohlendioxid auf der südlichen und nördlichen Polkappe des Mars gibt.

ASPERA, ein Plasma und Energiegeladener neutral atoms analyser ist dabei fundamentale Fragen zu beantworten, eine dieser Fragen ist, ob Erosion durch den Solar Wind für den gegenwärtigen Mangel an Wasser verantwortlich sein kann. Die vorläufigen Resultate zeigen, dass es Unterschiede zwischen den Charakteristika der Einschlagsgebiete des Solar Windes und der gemessenen Auslaufgebiete gibt.

Weitere Enthüllungen gab es durch das Ultraviolett und Infrarot Spektrometer SPICAM, denn es hat zum ersten mal simultan die Verteilung von Ozon und Wasserdampf gemessen. Dabei kam heraus, dass in den Gebieten wo mehr Wasserdampf existiert ein Mangel an Ozon herrscht.

Außerdem wurden heute neue hoch auflösende Bilder vorgestellt, die mit der High Resolution Stereo Camera (HRSC) gemacht wurden. Sie zeigen eine Fläche von 1,87 Millionen Quadratkilometer.

Quelle: ESA

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