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Überraschung im Marsboden

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Der amerikanische Rover Spirit untersuchte den Marsboden im Gusev Krater und stieß dabei auf einige Überraschungen, denn es wurden Mineralien gefunden, die man eigentlich nicht erwartet hatte.

Eine dieser Überraschungen im Marsboden, die mithilfe des Mössbauer Spektrometers gefunden wurde, ist das Mineral Olivin, das nicht gerade für seine Witterungsbeständigkeit bekannt ist und sich eigentlich nicht an der Oberfläche des Roten Planeten befinden sollte. Des weiteren identifizierte das Spektrometer unterschiedliche Typen von eisenhaltigen Mineralien, wobei die Wissenschaftler aber davon nicht überrascht sind, denn dies ist seit der Viking Mission bekannt.

"Wir haben damit begonnen ein Bild zusammenzusetzen, mit was der Boden an diesem besonderen Platz im Gusev Krater Ähnlichkeit hat. Da sind noch einige Rätsel und Überraschungen" sagt Dr. Steve Squyres von der Cornell University.

Der Mangel an Witterungseinflüssen bei dem vorhandenen Olivin könnte darauf hinweisen, dass der Boden feinmaschiges vulkanisches Material enthält. Eine andere Möglichkeit könnte aber auch sein, dass der Marsboden an der gemessenen Stelle sehr dünn ist und dass sich das Olivin in Steinen unter der Oberfläche befindet.

Die Wissenschaftler waren des weiteren verblüfft, wie wenig der Boden gestört war, als der Roboterarm von Spirit das Spektrometer in die Probe gepresst hat. Mikroskopische Aufnahmen von vor und nach dem Hineinpressen zeigen nämlich keine Änderung. "Ich dachte die Partikel im Boden würden zermalt" sagt Squyres. "Nichts kollabierte. Was hält diese Körner zusammen?"

Informationen von einem anderen Instrument am Arm, dem alpha particle X-ray spectrometer, könnten vielleicht eine Antwort geben. Da dieses Instrument die Röntgenstrahlen, die von den Marsproben emittiert werden, misst und durch Ableiten dieser Daten könnte die elementare Zusammensetzung des Marsbodens und der Felsen bestimmt werden so Dr. Johannes Brueckner vom Max Planck Institut. Das Instrument fand heraus, dass die häufigsten Elemente in der Marsprobe Silizium und Eisen sind. Es fand außerdem bedeutsame Anteile von Chlor und Schwefel.

Squyres sagt "Möglicherweise binden der Schwefel und das Chlor die kleinen Teilchen" Diese Art von Salzen könnten durch verdampfendes Wasser entstanden sein oder könnten von vulkanischen Eruptionen stammen.

Unterdessen wurde auch ein weiteres Farbfoto veröffentlicht, das die verlassene Landeplattform zeigt.

Quelle: JPL

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