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Der Tarantula Nebula

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Eine staubige stellare Kinderstube scheint hell leuchtend auf einem neuen Bild des Spitzer Weltraumteleskop, ehemals bekannt als Space Infrared Telescope Facility. Spitzers Infrarotaugen haben den verschleierten Kern des Tarantula Nebels freigelegt und haben dabei einen beispiellosen Blick auf ein massives Sternentstehungsgebiet erhascht.

"Wir können jetzt Details erkennen, was im inneren dieser Sternentstehungsregion passiert" sagt Dr. Bernhard Brandl, Astronom von der Cornell University und der University of Leiden, in den Niederlanden.

Das Spitzer Weltraumteleskop wurde am 25.August 2003 von Cape Canaveral gestartet und ist das vierte, und letzte, große Observatorium in einem Programm, zu dem auch das Compton Gamma Ray Observatorium, das Chandra Röntgenstrahlen Observatorium und das Hubble Weltraumteleskop gehören. Spitzer ist mit den modernsten Infrarotdetektoren ausgestattet und kann Infrarotstrahlung oder Wärmestrahlung auch von den weitesten und kältesten Objekten des Universums wahrnehmen.

Eines dieser Objekte das bislang von Staub verhüllt war ist der Tarantula Nebel, lokalisiert in unserer Nachbar Galaxie der Großen Magellanschen Wolke. Diese glühende Wolke aus Gas und Staub ist eines der dynamischsten Sternentstehungsregionen in unserer lokalen Gruppe von Galaxien. Es beherbergt einige der massereichsten Sterne des gesamten bekannten Universums, mehr als 100-mal so massereich wie unsere Sonne und ist der einzige Nebel, außerhalb unserer Galaxie, den man auch mit dem menschlichen Auge erspähen kann.

Während andere Teleskope lediglich eine flüchtigen Blick auf das Zentrum dieser Region werfen konnten, liefert das Spitzer Weltraumteleskop zum ersten mal ein komplettes Bild dieser stellaren Kinderstube, inklusive bislang unentdeckter Sterne. Des weiteren zeigt das Bild in erstaunlichen Details einen Hohlraum zwischen den Sternen, wo intensive Strahlung den kosmischen Staub weggeweht hat.

"Du kannst in dieser Wolke Hohlräume sehen, so als ob ein gigantischer Föhn all den Staub und das Gas weggeweht hat" sagt Brandl.

Durch die Analyse dieses Bilds kommen Astronomen dem Puzzle wie ein Stern entsteht ein Stückchen nähr.

Quelle: JPL

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