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HD 179949 b: Ferner Planet erhitzt seine Sonne

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Ein extrasolarer Planet auf einer Umlaufbahn um HD 179949, etwa 90 Lichtjahre entfernt, scheint durch seine magnetische Persönlichkeit den Stern aufzuheizen. Dies ist der erste Beweis für das Vorhandensein eines Magnetfeldes bei einem Planeten außerhalb unseres Sonnensystems.

HD 179949 ist ein Stern vom Spektraltyp F8 und liegt in Richtung des Sternenbilds Schütze. Durch Beobachtungen über einen längeren Zeitraum haben kanadische Astronomen unter Leitung von Evgenya Shkolnik von der University of British Columbia einen extrasolaren Planeten entdeckt, der alle 3,093 Tage seine Sonne umkreist.

"Dies ist unser erster flüchtiger Blick auf das Magnetfeld eines extrasolaren Planeten" sagt Shkolnik.

Der extrasolare Planet der bereits im Jahr 2000 vom führenden Planetenjägerteam Chris Tinney vom Anglo-Australian Observatory und R. Paul Butler vom Carnegie Institution of Washington entdeckt wurde, ist deshalb so besonders, da der Planet durch sein starkes Magnetfeld und der geringen Entfernung zur Sonne, starke Sonneneruptionen auslöst, die wiederum zu einer erhöhten Temperatur in der Chromosphäre führen. Insgesamt liegt die Temperatur über 400 Grad Celsius über dem normalen Wert.

Der dafür verantwortliche Planet hat eine vergleichbare Masse mit Jupiter und hat eine Distanz zum Stern, die lediglich 4 % der Entfernung zwischen Sonne und Erde beträgt. Damit gehört er zur Klasse der "hot Jupiters", dabei handelt es sich um Riesen Planeten die erstaunlich eng um ihren Heimatsterne kreisen.

Das kanadische Team machte diese Beobachtungen mit dem 3.6-Meter Canada-France-Hawaii Telescope auf dem Mauna Kea in Hawaii. Sie benutzten dafür einen hoch auflösenden Spektrographen mit der Bezeichnung Gecko. Sie entdeckten das Phänomen anhand von ionisiertem Kalzium, das indirekt auf eine erhöhte Oberflächentemperatur schließen lässt. Beobachtungen zeigten, dass das Kalzium in perfekter Übereinstimmung mit dem Planeten um den Stern kreist. Shkolnik sagte dazu, dass es lediglich eine Chance von 10 % gibt, das dies reiner Zufall ist.

Des weiteren deutet die magnetische Interaktion zwischen HD 179949 und dem extrasolaren Planeten auf Jupiter und seine Monde Io, Europa und Ganymed hin. Da elektrische Ströme durch die Bewegung der Monde durch Jupiters Magnetfeld entstehen und entlang der magnetischen Feldlinien zu den Polen Jupiters wandern und dort unter anderem das Phänomen der Nordlichter auslösen.

Quelle: Canada France Hawaii Telescope

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