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Chandra lokalisiert Hauptader vom planetarischen Erz

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Das Chandra Röntgenstrahlen Observatorium entdeckt in einer Gaswolke eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Eisen, Magnesium und Silizium. Dies könnte in ferner Zukunft zu einem wahren Boom an neuen Planeten führen.

Das obere Bild ist eine Weitwinkel Röntgenstrahlenansicht und enthüllt spektakuläre Schlingen von heißem Gas, das aus dem südlichen Teil von The Antenna in den intergalaktischen Raum gestreut wird. Des weiteren sieht man eine riesige Wolke mehreren Millionen Grad heißen Gases und einen hellen Punkt, dessen Quelle ein Neutronenstern oder ein Schwarzes Loch sein könnte. Das Bild ist so koloriert, dass schwache, normale und starke Röntgenstrahlung als rot, grün oder blau dargestellt wird.

Direkte Zusammenstöße zwischen Sternen sind bei einer Galaxiekollision extrem selten, aber riesige Gaswolken können mit hohen Geschwindigkeiten gegeneinander stürzen und dabei Schockwellen verursachen, die das umliegende Gas und die Wolke auf mehrere Millionen Grad erhitzen.

Kollisionen zwischen den Gaswolken können Auslöser für einen stellaren Babyboom sein. Die Massereichsten dieser Sterne rasen durch ihre Evolution und explodieren in wenigen Millionen Jahren als Supernova. Schwere Elemente des Periodensystems der Elemente werden dabei im Inneren dieser Sterne produziert und bei der Explosion weggeblasen, dadurch werden die Gaswolken weiter erhitzt und mit schweren Elementen (Neon, Magnesium, Eisen, Silizium) angereichert.

Das untere rechte Bild ist nachbearbeitet und zeigt Regionen, die reich an Eisen (rot), Magnesium (grün) und Silizium (blau) sind. Dies sind die Elemente, die bei der Entstehung von bewohnbaren Planeten eine wichtige Rolle spielen.

Das interstellare Gas wird durch Supernova Explosionen in den Galaxien mit diesen schweren Elementen angereichert, doch sind sie für gewöhnlich stark mit dem Rest des interstellaren Mediums verdünnt. Das Bild von Chandra ist daher besonders beeindruckend, da die Wolken Magnesium und Silizium im Überfluss haben, 16 bis 24 Mal soviel, wie sich in unserer Sonne befindet.

Wenn das angereicherte Gas abkühlt, wird sich eine neue Generation von Sternen bilden und mit ihnen neue Planeten. Eine Reihe von Studien weißen darauf hin, dass Wolken die mit schweren Elementen angereichert sind eine größere Wahrscheinlichkeit haben Planeten zu bilden. Mehrere hundert Millionen Jahren später wird es also eine ungewöhnliche hohe Anzahl von Planeten in The Antennae geben.

Quelle: Chandra X-Ray Observatory Center

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