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Der weggedrückte Kuiper Gürtel

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Eine neue Studie von Forschern des Southwest Research Institute (SwRI) und des Observatoire de la Côte d'Azur liefert eine Erklärung für die mysteriöse Anzahl der Objekte jenseits der Neptunbahn.

Der Kuiper Gürtel ist eine Region des Sonnensystems, der sich weit über die Umlaufbahn Neptuns ausstreckt und Milliarden von eisigen Objekten beherbergt, die Durchmesser von einigen tausend Kilometern haben können.

Seit 1992 sind diese Trans-Neptun-Objekte bekannt und seitdem hat man fast tausend von ihnen katalogisiert. Das bekannteste dieser Objekte ist wohl der im Oktober 2002 entdeckte planetenähnliche Körper Quaoar. Aber auch Pluto ist für einige Forscher ehr ein Trans-Neptun-Objekt als ein Planet.

Astronomen haben seitdem diese Objekte studiert und konnten einige Geheimnisse offen legen. Genau wie die Planeten bei der Entstehung unseres Sonnensystems durch Kollisionen von Felsbrocken und Kometen entstanden sind, haben sich auch die größeren Objekte des Kuiper Gürtels durch Kollisionen geformt. Doch für diesen Prozess müsste sich 10 mal soviel Materie in diesem Bereich befunden haben als für die Entstehung der Erde gebraucht wurde, doch Beobachtungen mit Teleskopen zeigen, das gerade einmal 1/100 dieser Materie sich im Kuiper Gürtel befindet.

Seit Jahrzehnten haben Forscher versucht, dafür eine Lösung zu finden. Wie dem auch sei, Dr. Harold Levison (SwRI) und Dr. Alessandro Morbidelli (Observatoire de la Côte d'Azur of Nice, France) haben nun eine Erklärung dafür gefunden. Verantwortlich ist der Planet Neptun.

Levison und Morbidelli argumentieren, das die protoplanetarische Scheibe aus der sich unter anderem die Planeten geformt haben, eine unerwartete Spitze aufwies, genau an der Position, wo sich gegenwärtig der Planet Neptun befindet. Dies bedeutet, das sich alle Objekte die sich heute jenseits der Neptunbahn befinden, nähr an der Sonne gebildet haben und erst später in die äußeren Regionen unseres Sonnensystems transportiert wurden.

Forscher wissen seit ungefähr 20 Jahren das sich die Umlaufbahnen der Gas Giganten mit der Zeit verändert haben. Besonders Uranus und Neptun haben sich viel nähr an der Sonne gebildet und wanderten erst später aus. Dabei drückte Neptun wohl auch die Objekte des Kuiper Gürtels auf ihre jetzige Position.

Quelle: Southwest Research Institute

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