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Erdähnliche Planeten sind vermutlich voll mit Wasser

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Erdähnliche extrasolare Planeten sind vermutlich Wasserwelten mit einer eindrucksvollen Tiefe und ohne Land in Sicht. Das sagt zumindest Sean Raymond von der University of Washington in Seattle.

Herausgefunden haben dies Wissenschaftler anhand von Computermodellen, bei denen sich die Planeten in einem fortgeschrittenen Entwicklungsprozess befanden und Wasser schon vorhanden gewesen sein könnte.

Die 110 extrasolaren Planeten, die man bislang gefunden hat, sind alle jupiterähnlich und damit sehr viel größer als die Erde, da sie bislang die einzigen Planeten sind, die man entdecken kann. Doch Astronomen denken sich, da wo große Planeten sind, können auch kleinere Planeten vorhanden sein, denn große Planeten sind Gasriesen, auf denen sich kein Leben entwickeln kann, nur kleinere terrestrische Planeten in der bewohnbaren „Grünen Zone“ lassen womöglich auf Leben schließen. Die bewohnbare Zone ist deshalb entscheidend, da nur hier die Temperaturen flüssiges Wasser erlauben, das bekanntlich nur zwischen 0°C und ungefähr 100 °C (abhängig vom Luftdruck) in flüssiger Form vorkommen kann.

Aber es ist alles andere als einfach zu erklären, warum unser Planet so feucht ist, wie die Auswertung der Daten des Computermodells zeigen. Demnach haben sich vor 4,6 Milliarden Jahre felsige Objekten zu dem Planeten Erde zusammengefügt, doch waren sie zu heiß um große Mengen von flüssigem Wasser zu transportieren. Deswegen ist wahrscheinlich das Wasser erst später durch Kometen und andere kosmische Objekte der Erde hinzugefügt wurden.

Die Wissenschaftler analysierten 42 verschiedene Szenarien, die alle auf Daten aus unserem eigenen Sonnensystem basierten. In allen Fällen schwankte einer von vier erdähnlichen Planeten in seiner Masse um 20 bis 400%. In unserem Sonnensystem befinden sich drei solcher Planeten: Venus, Erde und Mars.

Diese simulierten Planeten erreichten eine Wassermasse von 0 bis dem 300-fachen der Menge unseres Planeten. Überraschenderweise waren dabei mehr als die Hälfte aller simulierten Planeten Wassereicher als die Erde.

Quelle: Nature

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