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Staubige Zeiten

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Aufgrund einer Schwächung des Magnetfeldes der Sonne dringt mehr Staub in das innere Sonnensystem ein. Schon heute gibt es dreimal so viele Staubpartikel wie gewöhnlich und dabei wird das Maximum erst 2005 erreicht.

Bereits seit 1992 zeichnet die Sonde Ulysses die Bewegung des Sternenstaubflusses durch unser Sonnensystem auf. Dieser Sternenstaub gehört zur lokalen galaktischen Wolke, durch die sich unser Sonnensystem mit 26 Kilometer pro Sekunde bewegt. Ein einzelnes Staubpartikel braucht dabei für die Durchquerung unseres Sonnensystems 20 Jahre. Beobachtungen von Staubexperimenten an Bord der Sonde Ulysses enthüllen, dass der Sternenstaub stark vom Magnetfeld der Sonne beeinflusst wird.

Seit den 90er Jahren hielt der Sonnenwind ein Großteil des Sternenstaubs auf Distanz, doch Daten aus dem Jahr 2002 zeigen, das das Magnetfeld der Sonne seine schützende Wirkung während des letzten Sonnenmaximums verlor. Dies hat zur Folge, dass heute dreimal soviel Sternenstaub im Sonnensystem vorkommt, wie Markus Landgraf vom Max-Planck-Institute in Heidelberg herausgefunden hat.

Der Grund für die Schwächung des Magnetfelds der Sonne liegt an der gesteigerten Sonnenaktivität, welches zu einer verstörten Feldkonfiguration führt. In der Mitte der 90er Jahre, während des letzten Sonnenminimums ähnelte das Magnetfeld der Sonne mit gut definierten Polen (Norden positiv, Süden negativ), dem der Erde. Doch kommt es alle 11 Jahre zu einer Umkehrung des Magnetfeldes der Sonne. Dadurch ist das Magnetfeld ungeordnet und mehr interstellarer Staub kann in das Sonnensystem eindringen. Wobei bis 2005 immer mehr Staub erwartet wird.

Da die Staubkörner sehr klein sind, gerade mal ein 1/100 so groß wie ein menschliches Haar, beeinflussen sie die Planeten nicht direkt. Doch da sie sich sehr schnell bewegen, werden sie bei der Kollision mit einem Asteroiden oder Kometen kleinere Teile heraussprengen. Dadurch entsteht noch mehr Sternenstaub und die Menge des extraterrestrischen Materials, das auf die Erde regnet, steigt an. Des weiteren ist es möglich, dass der ein oder andere Satellit beschädigt wird.

Quelle: ESA

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