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Frühling auf dem Neptun

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Was zunächst nach einem Widerspruch klingt, ist Neptun doch der Entfernteste und kälteste der Gasriesen, wird durch Bilder vom Hubble Weltraumteleskop suggeriert, denn diese enthüllen einen Helligkeitsanstieg in der südlichen Hemisphäre. Astronomen glauben, dass dies die Vorboten eines jahreszeitlichen Wechsels sind.

Beobachtungen von Neptun über einen Zeitraum von sechs Jahren von Wissenschaftlern der University of Wisconsin-Madison und vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) zeigen einen eindeutigen Anstieg an Anzahl und Helligkeit der Wolken, wovon sich die meisten in der südlichen Hemisphäre befinden.

"Neptuns Wolkenbänder werden eindeutig größer und heller" sagt Lawrence A. Sromovsky Wissenschaftler des Madison's Space Science and Engineering Center der University of Wisconsin. "Dieser Wechsel scheint eine Reaktion auf jahreszeitliche Variationen im Sonnenlicht zu sein, ähnlich denen die wir auch auf der Erde kennen".

Neptun, der achte Planet von der Sonne, ist bekannt für sein seltsames und gewalttätiges Wetter. Es gibt auf ihm große Sturmsysteme und starke Winde die Geschwindigkeiten von 900 miles per hour erreichen.

Mithilfe des Hubble Weltraumteleskop, haben Wissenschaftler Neptun dreimal längere Zeit beobachtet. 1996, 1998 und 2002 beobachteten sie eine volle Rotation des Planeten. Die Bilder zeigen einen stetigen Anstieg der Helligkeit der Wolkenbänder auf der südlichen Hemisphäre. Diese Beweise stimmen mit Beobachtungen des Lowell Observatory überein, wonach Neptun seit 1980 immer heller wird.

"In den Bildern von 2002 ist Neptun klar eindeutig heller als 1996 und 1998" sagt Sromovsky "und er ist dramatisch heller im Infrarotbereich. Dieser außergewöhnliche starke Anstieg der Wolkenaktivität der 2002 auftrat, zeichnete sich bereits 1998 ab."

Wie die Erde auch hat Neptun vier Jahreszeiten. "Jede Hemisphäre hat einen warmen Sommer und einen kalten Winter, mit Frühling und Herbst" erklären Wissenschaftler der University of Wisconsin. Jedoch dauern die Jahreszeiten nicht Monate sondern Dekaden an. Eine einzelne Saison des Planeten dauert über 40 Jahre, dies ist aber nicht verwunderlich, dauert ein Umlauf um die Sonne doch fast 165 Jahre.

Quelle: Hubble Site

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