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HD 209458b: Hubble entdeckt einen verdampfenden Planeten

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Zum ersten Mal haben Astronomen mit dem Hubble Weltraumteleskop einen Extrasolaren Planeten beobachtet, dessen Atmosphäre verdunstet und so ins Weltall gelangt.

Der extrasolare Planet der entdeckt wurde gehört zur Klasse der "hot Jupiter" Planeten. Diese gigantischen gasförmigen Planeten umkreisen ihren Heimatstern sehr eng.

Der verbrennende Planet hat die Bezeichnung HD 209458b und umkreist seinen sonnenähnlichen Stern in nur 7 Millionen Kilometer Entfernung. Die Hubble Beobachtungen enthüllen außerdem eine heiße, aufgeblasene und verdunstende Wasserstoffatmosphäre, die den Planeten umgibt. Diese riesige Hülle aus Wasserstoff erinnert an einem Kometenschweif. HD 209458b benötigt für einen Umlauf um die Sonne nur 3,5 Tage. Auch die Erde hat eine ausgedehnte Atmosphäre, die Wasserstoff verliert, nur ist die Verlustrate sehr viel geringer.

Ein internationales Team aus Astronomen angeführt von Alfred Vidal-Madjar vom Institut d'Astrophysique de Paris, CNRS, Frankreich, berichtet über diese Entdeckung am 13. März im Magazin Nature. "Wir waren erstaunt zu sehen, dass die Wasserstoffatmosphäre dieses Planeten über 200.000 Kilometer ausgedehnt ist" sagt Vidal-Madjar.

HD 209458b ist zu dicht an seinem Heimatstern um ihn direkt mit dem Hubble zu fotografieren. Jedoch konnten die Astronomen ihn indirekt beobachten, da er einen kleinen Teil des Lichts während eines Sonnentransits blockiert und dadurch die Leuchtkraft des Sterns geringfügig verändert. Durch Licht, das die Atmosphäre des Planeten durchströmt und zerstreut, bekamen die Astronomen eine Signatur der Atmosphäre. Die Astronomen benutzten das Hubble's Space Telescope Imaging Spectrograph (STIS) um ihre Messungen durchzuführen. Sie sahen einen erschreckenden Verlust in den Wasserstoff Emissionen, eine riesige aufgeblasene Atmosphäre kann dies am besten erklären.

Die äußere Atmosphäre des Planeten ist so ausgestreckt und erhitzt durch den nahen Stern, das sie der Gravitationskraft des Planeten entkommt. "Die Atmosphäre ist erhitzt, dass Wasserstoff entkommt der Anziehungskraft des Planeten und wird durch das Sonnenlicht weggedrückt und fängt sich in einem langen Schweif hinter dem Planeten, ähnlich einem Kometen" sagt Alain Lecavelier vom Etangs at the Institut d'Astrophysique de Paris. Die Astronomen bestimmten die Menge des flüchtenden Wasserstoffgases auf 10.000 Tonnen pro Sekunde, aber vielleicht auch mehr.

"Hot Jupiters" umkreisen ihre Sterne sehr eng. Sie sind gasförmige Planeten die in den äußeren kälteren Regionen des Sonnensystems entstanden sind und dann spiralförmig in die nahe Umlaufbahn um den Stern gekommen sind. Diese neue Entdeckung könnte bei der Erklärung helfen, warum "hot Jupiters" ihre Sonnen so dicht umkreisen. Genau wie HD 209458b, werden sie nur selten weiter als 4 Millionen Miles vom Heimatstern entfernt entdeckt.

HD 209458b hat den 1,3 fachen Durchmesser des Jupiter und 2/3 der Masse. Sein Orbit entspricht nur 1/8 der Entfernung Sonne-Merkur. Der Stern, den der Planet umkreist, ist ähnlich unserer Sonne und liegt etwa 150 Lichtjahre von uns entfernt. 1999 wurde HD 209458b plötzlich berühmt, denn es war der erste Sonnentransit eines extrasolaren Planeten der jemals beobachtet wurde. 2001 entdeckte das Hubble Weltraumteleskop das Element Natrium in dem tieferen Teil der Atmosphäre des Planeten und lieferte so zum ersten mal die Signatur der Atmosphäre eines extrasolaren Planeten.

Quelle: Hubble Site

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