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Mögliche Ursachen für den Absturz der Columbia

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Nachdem in den ersten Tagen nach der Katastrophe viel über die Unglücksursache spekuliert wurde und das beim Start abgebrochene Schaumstoffteil und der angebliche Riss auf einem Photo schon als Auslöser der Katastrophe beschrieben wurden, glaubt die NASA an eine andere Ursache.

Denn das Schaumstoffteil, das beim Start abgebrochen ist, hatte nur ein Gewicht von 1,2 kg und der "Riss" im Flügel, der auf einem Foto zu erkennen war, wurde von der Presse falsch interpretiert.

Nun gibt es ein neues Foto von der Kirtland Air Force Base, auf dem man allerdings nur unscharfe Konturen vom Space Shuttle erkennen kann und das obwohl die Teleskope der Air Force 30cm Große Bauteile von einem Satelliten im Orbit erkennen. Auf diesem Foto, das auf einer Pressekonferenz der NASA der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, ist aber zu erkennen, dass der linke Flügel eine Asymmetrie aufweist und dass dies ein Hinweis darauf ist, das er bereits beschädigt ist. Das Bild entstand um 13:57 GMT (14:57 MEZ). Damit geriet das Space Shuttle ehr in Schwierigkeiten als bislang vermutet und erklärt auch warum Trümmerteile in Kalifornien gefunden worden sind.

Damit rückt die Theorie vom Zusammenstoß des Space Shuttles mit Weltraumschrott oder einem Meteoriten wieder in den Vordergrund. Denn das Space Shuttle scheint vor dem Wiedereintritt bereits beschädigt gewesen zu sein. Dies würde auch den Temperaturanstieg im linken Flügel und im linken Fahrwerksschacht bei Beginn des Wiedereintritts erklären und warum der Bordcomputer 1,5 Sekunden lang 2 Düsen zur Korrektur gezündet hat.

Des weiteren war auf einem Militärradar zu erkennen, das sich ein Teil vom Space Shuttle gelöst hatte und sich mit hoher Geschwindigkeit entfernte. Nach Meinung von Experten könnte es sich dabei um einen Eisbrocken gehandelt haben, da u.a. das Wasser von den Brennstoffzellen vor dem Wiedereintritt durch eine Öffnung entsorgt werden. Doch normalerweise wird diese Flüssigkeit zerstäubt und tritt nur als kleine Eiskristalle aus. Doch gab es in der Vergangenheit auch hier Probleme, denn 1984 bildete sich so ein großer Eisklumpen, der die Astronauten dazu veranlasste, ihn mit dem Roboterarm zu entfernen. Die Columbia hatte aber diesmal aus Platzgründen keinen Roboterarm an Bord.

Unterdessen geht die Bergung der Trümmer weiter. Unter den bisher 12.000 geborgenen Trümmerteilen aus mehreren US-Bundesstaaten befindet sich auch ein 70 mal 65 cm großes Teil des linken Flügels und Teile des Bord- Computers der Raumfähre. Die Auswertung der Daten soll den Ermittlern helfen die genaue Unglücksursache zu identifizieren.

Quelle: Human Space Flight

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