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ESA sucht nach dem fehlenden Glied in der Gravitation

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Die ESA will Phänomene im Weltall untersuchen, die mit unserem Wahrnehmen der Gravitation nicht übereinstimmen. Durch diesen Weg erhofft man sich ein größeres Verständnis vom Universum.

Gravitation ist eine der vier fundamentalen Kräfte der Natur. Sie gestaltet das Universum um uns herum und formt Planeten, Sterne und Galaxien. Obwohl viele Wissenschaftler sich mit der Gravitation beschäftigen, sind noch nicht alle Geheimnisse gelüftet. Ein Beispiel hiefür ist die so genannte "Pioneer Anomalie" benannt nach den NASA Sonden Pioneer 10 und 11 die als erstes mit diesen Effekt in Berührung kamen. Man entdeckte diese Anomalie, da bei einigen Raumsonden eine unbekannte Kraft wirkt und sie verlangsamt. Dasselbe Verhalten wurde jetzt auch bei der Galileo Sonde festgestellt, die den Jupiter und seine Monde nähr erforscht.

Wissenschaftler wussten seit langer Zeit, dass es so scheint, als ob es zu viel Gravitation im Universum gibt. Sie können zwar das Wirken der Gravitationskräfte beobachten, aber der Ursprung konnte nicht identifiziert werden. Dieser "Überschuss" an Gravitation ist gewöhnlich bezogen auf das "fehlende Masse Problem" (z.B. haben Galaxien für ihre Rotationsgeschwindigkeit zu wenig Masse, deshalb vermutet man das 80-90% der Gesamten Materie im Universum unsichtbar ist und man kam so auf die Dunkle Materie), seitdem nehmen Wissenschaftler an, das nur Materie Gravitation erzeugen kann.

Einige Theorien schlagen vor, dass Gravitationskräfte stärker wirken bei großen Distanzen, als man vorher gedacht hat, so würde das Konzept von der Dunklen Materie überflüssig werden. Alternativ könnte es aber auch so sein, dass die Anomalie das Wirken einer fünften, bisher unbekannten, Naturkraft ist. Diese fünfte Naturkraft wäre sehr schwach und würde nur in weit entfernten Regionen auftauchen.

Um diese und andere Fragen zu klären, entwickeln die NASA und die ESA die Sonde LISA. Die erste Raumfahrtmission, die nach Gravitationswellen sucht. Des weiteren will die ESA versuchen mit der Gaia und BepiColombo Mission herauszufinden, wie Materie den Raum verzerrt.

Mit dieser Serie an Missionen führt die ESA eine einzigartige Untersuchung der Natur der Gravitation durch. Dies könnte möglicherweise den nächsten Durchbruch im Verständnis vom Universum bedeuten.

Quelle: ESA

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