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Jupitermond Europa: Eisschicht dicker als erwartet

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Nach neusten Erkenntnissen ist die Eisschicht des Jupitermondes Europa mit 19 Kilometern doppelt so dick, wie bisher gedacht. Dies könnte auf der Suche nach Leben auf diesen Mond ein ernst zunehmendes Hindernis bedeuten.

Schon lange diskutiert man die Möglichkeit primitiven Lebens auf dem Jupitermond Europa. Denn unter der Eisschicht befindet sich nach aktuellen Erkenntnissen ein salzhaltiger Ozean. Ein weiteres Kriterium für die Entstehung für Leben ist aber auch eine Energiequelle. Da die Sonnenstrahlen die Eisschicht nicht durchdringen können, kann man auschließen das Lebewesen die Photosynthese nutzen. Eine alternative Energiequelle könnte aber die vulkanische Aktivität des Mondes liefern.

Problematisch für die Suche nach Leben ist nach neusten Berechnung die Dicke des Eises. Denn bisher hielt man sie für 3-10 km dick. Nun geht man aber von 19 km aus. Dies stellt insoweit ein Problem da, weil die NASA eine Sonde entwickelt hat, die für eine 10 km dicke Eisschicht ausgelegt ist. Sie wurde Anfang diesen Jahres in Norwegen erfolgreich getestet. Eine Sonde die eine 19 km dicke Eisschicht durchdringt und dann noch brauchbare Daten sendet, übersteigt die momentanen technischen Möglichkeiten.

Das Prinzip der Sonde war so, das die Spitze erhitzt werden sollte und sich durch das Eis schmilzt, ihre Energie bekäme die Sonde von einer Solareinheit, die auf der Mondoberfläche stationiert wäre und über ein Kabel mit der Sonde verbunden wäre. Innerhalb der Sonde befand sich eine weitere kleinere Sonden, die kurz vor dem durchbrechen des Eises gestartet worden wäre, damit keine irdischen oder kosmischen Organismen das Meer unter der Eisfläche kontaminieren.

Es gibt aber auch gute Nachrichten, denn nach neusten Studien gibt es auf dem Jupitermond genügend organisches Material um komplexe Lebensformen hervorzubringen. Elisabetta Pierazzo und Christopher Chyba haben die ungefähre Anzahl der Kometen errechnet, die im Laufe der Jahre auf dem Mond eingeschlagen sind. Ihr Ergebnis zeigt, das einige Tonnen an Schwefel, Kohlenstoff, Stickstoff und Posphor dem Mond hinzugefügt wurden.

Quelle: JPL

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