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Tritons Sommerhimmel aus Methan und Kohlenmonoxid

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image Künstlerische Darstellung von Triton (c) ESO

Ein europäisches Forscherteam benutzte das Very Large Telescope der ESO um zum ersten Mal erdgebunden den Neptunmond Triton im Infrarotbereich des elektromagnetischen Spektrums zu untersuchen.

Auf der nördlichen Hemisphäre des größten von insgesamt 13 Monden des Neptuns herrscht gerade Winter, während auf der südlichen Sommer herrscht, doch beträgt die Durchschnittstemperatur immer noch -235°C.

Die Forscher konnten Kohlenstoffmonoxid, Stickstoff und auch Methan in der dünnen Atmosphäre von Triton nachweisen, da die südliche Hemisphäre gerade etwas auftaut und die sonst gefrorenen Elemente sublimieren, d.h. ihren Aggregatzustand von fest in gasförmig ändern.

Neptun braucht für einen Umlauf um die Sonne 165 Jahre und eine Saison dauert auf Triton deshalb gut 40 Jahre.

Ferner entdeckten die Forscher das seine Atmosphäre wesentlich dichter ist als gedacht und das um den Faktor 4, denn die letzte Messung stammt noch von der Voyager 2 Sonde, die 1989 an ihm vorbeiflog, als gerade Frühling auf ihn herrschte. Der Atmosphärendruck liegt zwischen 40 bis 65 Microbar und ist 20.000-mal schwächer als auf der Erde.

Triton wurde 1846 entdeckt und mit einem Durchmesser von 2.700 Kilometern ist er der siebtgrößte Mond des Sonnensystems und nicht nur wegen seiner geologischen Aktivität sondern auch wegen seiner unterschiedlichen Eisschichten an der Oberfläche und seinen retrograden Orbit für die Wissenschaft interessant. Außerdem scheint Triton ein entfernter Verwandter des Zwergplaneten Pluto zu sein, da beide ähnliche chemische Eigenschaften haben.

Quelle: ESO

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