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51 Oph: Keck findet doppelte Staubwolke

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image Künstlerische Darstellung der Scheibe (c) NASA/GSFC/Marc Kuchner and Francis Reddy

Durch das verbinden der beiden 10-m Teleskope des W.M. Keck Observatory wurde in 410 Lichtjahren um den Stern 51 Ophiuchi eine doppelte Staubscheibe gefunden, die gewaltige Ausmaße hat.

Zum ersten Mal konnte mit dem Keck Interferometer eine kompakte Staubscheibe, so weit von der Erde entfernt gefunden werden. Bei der Interferometrie agieren zwei oder mehrere Teleskope wie ein großes Teleskop und im Fall des Keck wurde so ein 85 m Teleskop simuliert. Durch Interferometer’s Nuller, eine Technik um das einfallende Licht zu kombinieren und das unerwünschte Sternenlicht zu blockieren, konnte die umgebende Staubwolke in verschiedenen Wellenlängen genau vermessen werden. Wobei auch andere Teleskope Informationen über die Form der Scheibe und der Größe der Staubkörner beigetragen haben.

 

Die Daten zeigen, dass diese protoplanetare Scheibe zweigeteilt ist und ein Ring sehr nahe um den Zentralstern kreist – mit größeren Körnern um die 10 Mikrometern im Durchmesser und einer Ausdehnung von 4 AU. Während die Körner in der äußeren Scheibe nur 0,1 Mikrometer groß sind, diese Scheibe aber eine Ausdehnung von 7 AU bis 1200 AU hat.

 

Auf unser Sonnensystem bezogen würde die innere Scheibe ungefähr von Merkur bis zum Asteroiden Gürtel reichen, während die äußere Scheibe bei Saturn anfangen würde und dann eine 10-mal größere Ausdehnung als der Kuiper Gürtel hätte.

 

Ferner ist die innere Scheibe eine der kompaktesten Staubscheiben die bisher entdeckt wurde und dies, obwohl bisher keine Anzeichen für eine Planetenbildung in der Scheibe festgestellt werden konnte. Wahrscheinlich liegt dies daran, dass 51 Ophiuchi, ein Stern 260-mal leuchtkräftiger als unsere Sonne, die größeren Brocken der inneren Scheibe zu der äußeren Scheibe drückt.

 

Dennoch erinnert dieses junge System an unser eigenes Sonnensystem, denn auch bei uns war die protoplanetare Scheibe zweigeteilt und aus der inneren Scheibe entwickelten sich die uns bekannten Planeten, während aus der äußeren Scheibe die Objekte des Kupier Gürtels entstanden sind.

 

Quelle: W.M. Keck Observatory

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