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Stern kocht Kometenkristalle

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image Künstlerische Darstellung von Ex Lupi

Wissenschaftler haben lange darüber gerätselt wie winzige Silikatkristalle, welche brodelnde Temperaturen brauchen, um sich zu formen, ihren Weg in eisige Kometen finden. Welche obendrein im äußeren Bereich eines Sonnensystems entstehen.

Die Kristalle, die dabei als nicht kristalline Silikatpartikel beginnen, sind Teil der Gas- und Staubscheibe um einen jungen Stern.

Ein Team von Astronomen glaubt nun eine Erklärung für das "wo" und "wie" der Entstehung dieser Kristalle gefunden zu haben, indem sie mit dem Spitzer Weltraumteleskop die Geburtswehen eines jungen, sonnenähnlichen Sterns beobachteten.

Die Forscher fanden heraus, dass die Silikate in die kristalline Form durch einen Ausbruch des Sterns transformiert werden. 

Sie fanden die Infrarotsignatur von Silikaten Kristallen in der Gas- und Staubscheibe um EX Lupi während eines Ausbruchs, der von Spitzer im April 2008 aufgezeichnet wurde. Bei früheren Beobachtungen hingegen konnten keine Anzeichen dieser Kristalle entdeckt werden.

"Wir glauben, dass wir zum ersten Mal beobachtet haben, wie sich Kristalle formen" sagt Attila Juhasz vom Max-Planck Institute for Astronomy in Heidelberg. "Wir denken, dass sich die Kristalle durch thermisches Glühen von kleinen Partikeln an der Innenseite der Scheibe durch Hitze vom Ausbruch formen. Dies ist ein komplett neues Szenario, wie diese Materialien kreiert werden können."

Annealing (zu Deutsch Glühen oder Anlassen) ist ein Prozess, wo ein Material bis zu einer bestimmten Temperatur erhitzt wird, bis einige seiner Verbindungen brechen und sich neu organisieren, wodurch die physikalischen Eigenschaften geändert werden. Es ist ein Weg, um Silikaten Staub in die kristalline Form zu transformieren.

EX Lupi ist ein junger Stern, ähnlich unserer Sonne vor 4- 5 Milliarden Jahren. Etwa alle 50 Jahre gibt es hier Ausbrüche, von denen die Astronomen denken, dass sie dadurch ausgelöst werden, das der Stern von seiner umgebenden Staubscheibe Masse abzieht.

Quelle: JPL

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