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Phänomen über den Mangel an kohlenstoffreichen Sternen im Zentrum unserer Galaxis gelöst?

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image Der Katzenauge Nebel (NGC 6543)

Wissenschaftler haben mit dem Spitzer Weltraumteleskop Beweise dafür gefunden, dass sich kohlenstoffreiche Sterne auch in der Nähe des galaktischen Zentrums formen.

Diese Entdeckung ist besonders interessant, denn in sonnenähnlichen Sternen kann maximal Eisen entstehen, während die schwereren Elemente des Perioden Systems der Elemente (PSE) in Riesenstern geformt werden und durch Supernova Explosionen dem interstellaren Medium hinzugefügt werden.

Mehr über den Ursprung dieser Sterne zu erfahren, bedeutet also auch mehr über mögliches Leben im Universum zu erfahren, denn ohne Kohlenstoff wäre Leben so wie wir es kennen nicht möglich.

Dabei lösten die Wissenschaftler auch ein altes Rätsel, denn bisher wurden kaum kohlenstoffreiche Planeten im Zentrum der Milchstraße gefunden, während bei anderen Galaxien häufig welche entdeckt wurden. Doch dank Spitzers scharfen Infrarotaugen wurden einige Exemplare aufgespürt.

"Der Staub um diese Sterne emittiert sehr stark bei infraroten Wellenlängen" sagt Pedro García-Lario von der ESA.

"Mit Hilfe von Spitzers Spektren können wir sehr leicht bestimmen, ob das an das interstellare Medium abgegebene Material der Sterne reich an Sauerstoff oder Kohlenstoff ist."

Das Team analysierte das Licht von 40 planetarischen Nebeln mit Spitzers Infrarot Spektrographen und allein 26 davon stammten aus dem "Galactic Bulge" (auch Halo genannt) der Milchstraße.

Die Wissenschaftler fanden dabei vor allem kristalline Silikate und polyzyklische (mehrkernige) aromatische Kohlenwasserstoffe, zwei Substanzen die auf die Anwesenheit von Sauerstoff und Kohlenstoff hindeuten, wobei diese Konstellation (zumindest in der Milchstraße) eher ungewöhnlich ist. Denn entweder stammt der Staub von sonnenähnlichen Sternen (Sauerstoff) oder wesentlich massereicheren Sternen (Kohlenstoff). Nur in binären Systemen kommt beides zusammen vor.

Doch scheint es bei den Sternen nahe des galaktischen Zentrums so zu sein, dass schwere Elemente wie Kohlenstoff nicht zwangsläufig vom Kern in die äußeren Schichten des Sterns wandern müssen, wo sie relativ früh dem interstellaren Medium hinzugefügt werden, wenn der Stern Teile seiner äußeren Hülle abstreift. Erst im letzten Moment des Sternenlebens scheinen diese Sterne ihren Kohlenstoffvorrat preis zu geben.

Quelle: NASA

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