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HD 80606b: Astronomen beobachten Planeten mit wilden Temperaturschwankungen

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image Diese computersimulierten Bilder zeigen die Temperaturauswirkungen auf HD 80606b

Mit dem Spitzer Weltraumteleskop entdeckten Forscher einen Planeten, der sich in wenigen Stunden rotglühend aufheizt und dann schnell wieder abkühlt.

Der Gasgigant HD 80606b ist 190 Lichtjahre von der Erde entfernt und ist nicht nur aufgrund seiner Oberflächentemperatur ungewöhnlich, denn auch seine Umlaufbahn ist nicht gerade typisch, denn diese pendelt zwischen 0.03-0.85 AU. Auf unser Sonnensystem bezogen bedeutet dies, fast so weit hinaus wie die Erde, nur um der Sonne dann sehr viel näher als Merkur zu kommen. In nur 6 Stunden können die Temperaturen deshalb von 800 K auf 1500 Kelvin steigen.

„Wir beobachteten die Entwicklung eines der heftigsten Stürme in der Galaxie“ sagt Greg Laughlin vom Lick Observatory. „Dies ist das erste Mal, das wir Wetteränderungen in Realtime auf einen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems beobachten konnten.“

HD 80606b wurde ursprünglich im Jahr 2001 von einem schweizerischen Team unter der Leitung von Dominique Naef mit der Doppler-Methode entdeckt.

Der Planet braucht für eine Rotation um die eigene Achse fast 34 Stunden und für einen Umlauf 111 Tage und die meiste Zeit davon ist dieser weit vom Stern entfernt.

„Falls man über die Wolken dieses Planeten fliegen würde, würde man die Sonne immer größer werden sehen in immer schnelleren Raten, und dabei auch um den Faktor 1000 heller erscheinen“ so Laughlin.

Spitzer beobachtete den Planeten vor, während und nach der dichtesten Annäherung an die Sonne als der Planet regelrecht gebacken wurde.

Die extremen Temperaturschwankungen deuten darauf hin, dass die Luft nahe der gasförmigen Oberfläche des Planeten die Hitze schnell absorbieren und wieder verlieren muss.

„Das Studieren dieses Planeten unter diesen extremen Umständen, zeigt uns, wie er mit der Hitze umgeht – wird es aufgestaut oder abgleitet? In diesem Fall ist die Antwort, dass der Planet die Hitze gleich wieder freigibt.“

 

Quelle: NASA

 

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